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Tipps und Tricks zum «Knoblauch des Waldes»

Die Frühlingspflanze ist gesund, aber schon bei der Ernte gibt es einiges zu beachten. Wir haben Euch pünktlich zur Saison ein paar Tipps und Informationen zum Bärlauch zusammengestellt.

Südostschweiz
Mittwoch, 10. April 2019, 04:30 Uhr Bärlauch
Bärlauch kündigt den Frühling an.
PIXABAY

Die einen lieben ihn, andere finden den Geschmack eher wiederlich: den Bärlauch. Er ist eine dieser Pflanzen, die den Frühling ankündigen. Man kann ihn für verschiedene Rezepte verwenden, wegen des Geschmacks wird er auch «Waldknoblauch» genannt. Wir geben euch einige Tipps rund um die Ernte und Zubereitung des Bärlauchs.

Ernte

Die Bärlauch-Saison ist je nach Höhenlage von März bis Mai. Dann fangen die Pflanzen an zu blühen und verlieren an Geschmack. Im Juli verschwindet er wieder, die Zwiebeln bleiben aber unter Boden, um im nächsten Jahr wieder zu spriessen. Bärlauch wächst gern am Rand von Laubwäldern, auf feuchten, nährstoffreichen Böden. Besonders Buchenwälder gefallen ihm. Bei der Ernte sollte man gut aufpassen: Bärlauch wird gerne mit den giftigen Maiglöckchen oder den Herbszeitlosen verwechselt. Zur Veranschaulichung eine Grafik dazu:

 

Ihr könnt das ganz einfach testen: Reibt die Blätter zwischen den Händen, Bärlauch verströmt sofort einen intensiven Geruch. 

Zubereitung

  • Wascht den Bärlauch gut. So verhindert ihr eine Fuchsbandwurm-Infektion.
  • Nicht nur die Blätter, auch die Zwiebeln können gegessen werden.
  • Die harten Stiele schneidet ihr am besten ab.
  • Je länger der Bärlauch erhitzt wird, desto mehr Geschmack verliert er.

Ein gutes Rezept für Bärlauchpesto hat «Living at Home» zusammengestellt.

Bärlauchpesto, vier Portionen

Zutaten

- 60 g Pinienkerne
- 75 g Parmesan am Stück
- 1 Bund Petersilie (50 g)
- 100 g Bärlauch
- 125 ml Olivenöl
- Salz, Pfeffer

Zubereitung
Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten und auf einem Teller abkühlen lassen. Den Parmesan fein reiben. Petersilienblätter von den Stielen zupfen. Petersilie und Bärlauch grob hacken.
Petersilie und Bärlauch portionsweise mit den Pinienkernen pürieren. Dabei nach und nach so viel Olivenöl unterrühren, bis eine dickflüssige, nicht zu feine Paste entsteht. Den geriebenen Parmesan unterrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Wie gesund ist Bärlauch?

  • Bärlauch enthält viel Vitamin C. 50 Gramm Bärlauch decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen. Pro 100 Gramm Bärlauch sind 150 Milligramm Vitamin C enthalten. 
  • Cholesterinspiegel und Blutdruck werden gesenkt. Auch Fieber und Husten können gelindert werden.
  • Bärlauch fördert die Verdauung.
  • Bärlauch enthält Magnesium, Mangan und Eisen.

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