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Nach dem Winter kommt die Arbeit im Garten

Mittlerweile herrschen wärmere Temperaturen, der Schnee schmilzt und es beginnt zu blühen – der Frühling ist da. Höchste Zeit, auch den eigenen Garten «frühlingsfit» zu machen. Auch wenn es Ende Woche wieder kälter wird.

Bettina
Cadotsch
Dienstag, 02. April 2019, 04:30 Uhr Tipps und Tricks
Im Frühling muss man dem Rasen wieder seine Aufmerksamkeit schenken.
PRESSEBILD

Der Frühling ist die Zeit der erwachenden und blühenden Natur. Während auf den Wiesen vieles von alleine wächst, sollte der eigene Garten nicht nur der Natur überlassen werden, wie Pascal Keller von Wieland Blumen auf Anfrage erklärt. Für einen schönen und vielfältigen Garten müsse man selbst Hand anlegen.

Beispielsweise müsse man die Sträucher im Frühling frühzeitig auspacken, damit sie austreiben und sich entfalten können. Ausserdem sollten Stauden und Sträucher, die im Frühling bereits eine erhebliche Grösse aufweisen, grosszügig gekürzt werden. Dies verschaffe den umliegenden Pflanzen genügend Licht und Raum. Auch Rosen und mehrjährige Kräuter müssen im Frühling zurückgeschnitten werden, damit sie anschliessend besser wachsen. Zusätzlich könne der Boden aufgelockert und gedüngt werden. Ganz nach dem Prinzip, je mehr man mithilft, desto besser wächst es.

Der richtige Zeitpunkt ist wichtig

Mit der Gartenarbeit sei es wichtig, nicht zu spät, aber auch nicht zu früh zu beginnen. «Ganz so einfach ist das aber nicht immer», gibt Keller zu. Besonders weil das Wetter im April häufig schlagartig wechsle. Von Sonnenschein über Regen bis zu Schnee kann es im Kanton Graubünden noch alles geben. Meistens haben wir Menschen jedoch mehr Mühe, wenn es im April noch Schnee gibt, weil wir uns bereits auf die Sonne und die Wärme eingestellt haben. Für den Garten ist es grundsätzlich nicht schädlich, weil es den Boden nässt, bestätigt Keller. Aufgrund des angesagten Schnees diesen Donnerstag sei es aber sinnvoll, die Sträucher noch bis Ende Woche eingepackt zu lassen.

Einen schönen Rasen muss man pflegen

Beim Rasen sollte man warten, bis er gleichmässig beginnt zu grünen. Keller rät, den Rasen anschliessend vertikal zu schneiden (vertikutieren), weil man sonst keinen perfekten Rasen oder einfach einen Blumenrasen habe. Je nachdem müsse man den Rasen noch nachsäen oder düngen. «Das ist jedoch erst nach Mitte April sinnvoll, weil es sich sonst nicht mehr auswäscht», erklärt Keller. 

Zwei häufige Fehler

Viele die keinen grünen Daumen haben kennen es: Das Problem mit dem Wässern. «Viele giessen zwar sehr oft aber nicht gut genug», so Keller. Es bringe viel mehr, den Rasen einmal in der Woche ausreichend zu giessen, statt mehrmals nur an der Oberfläche. Ein weiterer Fehler sei, einen eintönigen Garten zu bewirtschaften. «Wer Sträucher, Rasen und Wiesen hat, tut etwas Gutes für die Bienen und die Schmetterlinge», erklärt Keller letzteres. (can)

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