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Begleiterin oder Begleiter gefällig?

Die Zürcher Agentur «Sensuallounge Luxury Escort» wirbt in diesen Tagen für ihre Dienste – via Mail an die Hotels in und rund um Davos. Sauer aufstossen tut das nicht – im Gegenteil.

Dienstag, 22. Januar 2019, 04:30 Uhr WEF-Escort-Dienste
Dank Escort-Diensten müssen ledige WEF-Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht alleine zu den Anlässen erscheinen.
COLLAGE RICO KEHL

In den vergangenen Jahren hätten sie immer wieder Anfragen von Hotels erhalten, die Begleitung für ihre Gäste suchten, sagt Juan*, Geschäftsführer von «Sensuallounge Luxury Escort» gegenüber «suedostschweiz.ch».

Die Anfragen seien aber oftmals zu kurzfristig eingetroffen, da die Firma von Zürich aus vermittelt. «Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, uns in diesem Jahr während des WEFs in Davos zu stationieren», so Juan. Dieser neue Service wird den Hotels entsprechend via Mail mitgeteilt.

Davoser Hotels erhalten in diesen Tagen Werbung für die Escort-Dienste von «Sensuallounge Luxury Escort».

Buchung kann aufs Zimmer geschrieben werden

Die Zusammenarbeit mit den Hotels sei gut, betont Juan. In der Regel bestelle der Gast seine gewünschten Dienste direkt an der Hotel-Reception, die wiederum mit dem Escort-Dienst in Kontakt steht. «Das funktioniert alles einfach und diskret», so Juan. Die Abbuchung erfolge in der Regel ebenfalls via Hotelrechnung.

Die angebotenen Frauen und Männer würden sich nach erfolgter Buchung individuell auf den Gast vorbereiten. Dies dauere dann zwischen zwei bis drei Stunden. «Unsere Girls und Boys warten nicht fixfertig parat auf dem Stengelchen bis sie gebucht werden.» Man wolle den Kundenbedürfnissen gerecht werden und sich wie gewünscht «zurechtmachen».

WEF-Kunden sind nicht (nur) auf Sex aus

«Sensuallounge Luxury Escort» bietet Dienste im Bereich Escort, also Begleitung und Betreuung an – «das kann aber selbstverständlich bis ins Hotelzimmer gehen.» Bei den WEF-Kunden stünden aber nicht unbedingt für sexuelle Dienste im Vordergrund. Diese würden nur einen kleinen Teil der Buchungszeiten ausmachen.

«Die Gäste brauchen einfach am Abend ein bisschen Abwechslung. Eine nette Begleitung und Betreuung. Sie wollen vom Alltag abschalten und sich wieder auf den anstrengen nächsten Tag vorbereiten», so Juan über die Bedürfnisse der WEF-Kunden. Bei einigen Buchungen würden der Gast und Escort-Anbieter gar nicht intim werden.

Keine günstige Angelegenheit

Aus Diskretionsgründen dürfe er keine Angaben zu Personen, deren Herkunft oder Status machen. «Aber Sie wissen ja, wer jeweils am WEF ist und was ein Ticket kostet.» Das Escort-Geschäft laufe gut in dieser Zeit, weshalb immer mehr Anbieter auf diesen Zug aufspringen.

Da die Escort-Anbietenden von «Sensuallounge Luxury Escort» direkt ab Davos verfügbar sind, entfallen die Reisekosten und es wird dafür ein «WEF-Zuschlag» von zehn Prozent verrechnet. Bei einer Mindestbuchung von zwei Stunden bezahlt der Gast rund 1000 Franken für zwei Stunden, jede weitere wird mit rund 300 Franken berechnet.

*Vollständiger Name der Redaktion bekannt.

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Henry Ford: "„Es ist gut dass die Menschen des Landes unser Banken- und Geldsystem nicht verstehen, denn sonst, so glaube ich, hätten wir noch vor morgen früh eine Revolution.“
Zumindest ein Ende der Vorherrschaft von Psychopathen, die ihr Ego nicht im Griff haben. Früher wurde bei den Taxifahrern bestellt und wenn die "Ware" nicht hübsch genug war, musste der Fahrer Nachschub holen. Daher waren während des WEFs Taxis nicht so einfach zu bekommen. Dass Heranschaffen von Frauen war lukrativer als die Taxidienstleistung alleine. Logistisch ist es da einfacher, wenn die Sexdienstleister von der Agentur selbst gebracht werden. Erst wenn wir aufgehört haben an Geld zu glauben, wird sich das mit dem Machtwahnsinn aufgehört haben.

Wie tief muss Frau (?) gesunken sein, wenn sie sogar den Ausgestossenen der Gesellschaft statt Empathie nur Neid und Verachtung entgegen bringt? Da können sie viel über sich lernen wenn sie ihr Kommentar nochmal durchlesen. Zur christlichen Qualität hat es noch sehr weit.

Moderne Sklaverei?
Beim besten Willen kann ich Ihre Aussage nicht verstehen. So etwas Lächerliches und Grenzdebiles ist mir selten unter die Augen gekommen. Angenommen diese Damen müssen 50% abgeben, hätten sie pro Stunde schon 250 CHF verdient. Eine Luxusprostituirte, die, mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit, freiwillig und gut bezahlt solche Dienste anbietet als Opfer der „modernen Sklaverei“ zu sehen ist nicht nur Aufmerksamkeitshascherei, nein auch Zeuge einer äusserst geistig eingeschränkten Meinung. Natürlich werden die „bösen Hintermänner“ alias das Unternehmen einen Teil des Verdiensts erhalten. Die Koordierung eines Luxusservices benötigt i.d.R. auch eine gewisse Logistik und eine gute Administration. Ob Sie solche Dienste, als verwerflich ansehen, ist Ihre objektive Meinung. Tatsache ist, es rechtlich gesehen legal, daher muss man sich wohl oder übel mit der Realität abfinden.
Lieber Gutmensch bitte gehen Sie zum Strassenstrich und helfen Sie aktiv einer Strassenprostituierten (welche Ihnen offen von Ihrer Sklaverei berichtet) aus ihrer Not.
Dies wäre der richtige Ansatz, nicht unter einem Beitrag eines Luxusescortservices herumzuheulen.

@Deus V Frauenhandel ist in den meisten Ländern ein Teil der organisierten Kriminalität. In Brasilien und Mexiko läuft er meist über die vorhanden Organisationen, die durch Kreditvergaben oder verpatzte Drogendeals "Kleinkriminelle" im Griff haben und ihnen anbieten dass sie ihre Schulden begleichen können, wenn sie ein junges weibliches Familienmitglied als Tabledancerin oder Kellnerin in die Schweiz schicken. Da es bei dieser Erpressung um Leben und Tod geht, und die Schweiz in der Welt ja (zu Unrecht) einen guten Ruf geniesst, stimmen viele Mädchen und Frauen zu um auf diese WEise ihre Familie von Schulden zu befreien. Mit der Abreise beginnt die psychologische Arbeit der Menschenhändler. Die Frauen werden isoliert, Natel und Reisepass werden ihnen oft weggenommen und mit systematischen Vergewaltigungen werden sie paralysiert. Im Schockzustand werden sie von älteren Frauen getröstet es wird ihnen Alkohol angeboten um die seelischen Schmerzen zu lindern. Die ideale Prostituierte ist geboren. Eingeschüchtert und auf dem weg zur Alkoholabhängigkeit. So geht das. Dann geht´s ab in die schöne Schweiz per Flugzeug natürlich mit Aufpassern, gleich nach der Landung, werden sie von der Agentur, die ihre Einreisebewilligung erledigt hat, an die "Gastronomiebetriebe" verteilt. Dabei wird darauf geachtet, dass schön durchmischt wird, nicht nur um jeden Geschmack der Kunden zu treffen sondern vor allem, damit die Isolation aufrecht bleibt und keinen sozialen Kontakte oder gar Freundschaften entstehen können. Darum werden die meisten Agenturverträge auf 2-3 Wochen abgeschlossen, dann wird Frischfleisch angeschafft und die Frauen werden wieder jede einzelne weiterverteilt, früher bis nach Griechenland. Die Ostroute (Ukrainerinnen und Ex-Sowjetstaaten wurden die Frauen über Moskau, Minsk oder Israel verteilt. Ihnen wurde meist eine Ehe oder eine Arbeit mit Aufenthalts- und Arbeitsgenehmingung versprochen. Viele landeten als Sklaven in der italienischen Lanwirtschaft oder als Sexsklavinnen in der Schweiz und EU. Das übliche Geschäft bis Ende 2015. Danach sind ja viele sans papier selbständig nach Europa gekommen, was den Frauenhandel vielleicht etwas weniger Grausam gemacht hat, jedoch kann von Freiwilligkeit ohne (gemachte) Alkoholabhängigkeit nur in ganz seltenen Fällen die Rede sein. Zudem kommt noch, dass die grosse Nachfrage an bezahltem Sex der Schweizer Bürger auch in den angrenzenden Ländern Probleme geschaffen werden, indem etwa Prostitution nicht legalisiert werden kann, da dann durch den drohenende Sextourismus die Szene von der örtlichen Polizei nicht kontrollierbar sein würde. Wenn die "dienstleistung" der Frauen auch noch illegal ist, ist es für sie noch schwieriger jemals aus dem Ausbeuterring auszusteigen. Der Kontrollverlust unserer Lust trägt direkt zur Versklavung von Menschen bei. Und die Schweiz ist mit dem 3,5 Mrd Franken Jahresumsatz ein grosser Antriebsmotor.

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