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Januar gleich Grippe-Monat

Laut einer Einschätzung des Kantonsspitals Graubünden gibt es im Moment noch nicht viele Grippe-Patienten. Aber: Die Grippe-Saison begann eigentlich schon im Dezember. Wie erkennt man Grippe richtig und wie schützt man sich? Wir haben nachgefragt.

Südostschweiz
Montag, 07. Januar 2019, 04:30 Uhr Bündner sind da etwas anders
YANIK BÜRKLI

Die aktuelle und die vergangene Grippe-Saison seien Ausnahmen, sagt Alexia Cusini, Infektiologin des Kantonsspitals Graubünden. Normalerweise würden Grippe-Erkrankungen erst im Januar auftreten. Im Winter 2017/18 und 2018/19 sei das aber bereits im Dezember der Fall gewesen. Wieso die Grippewelle einmal früher und einmal später autritt, könne man nicht genau sagen.

Schnupfen, Husten und Fieber – Grippe oder Erkältung? Im Unterschied zu einer Erkältung, die in der Regel schleichend auftaucht, beginnt eine Grippe akut. Typische Symptome sind hohes Fieber, Glieder- und Kopfschmerzen.

Grippe vermeiden

Grippe-Viren fliegen laut Cusini ein bis zwei Meter, heisst also, dass man Menschenansammlungen vermeiden sollte, wenn man sich nicht mit Grippe anstecken möchte. Dies betrifft besonders geschlossene Räume, im freien ist die Ansteckungsgefahr weniger hoch. Häufiges Händewaschen und «richtiges» Husten, also in den Ellbogen und nicht die Hand, helfen ebenfalls. Wer Papiertücher verwendet, sollte diese sofort nach Gebrauch entsorgen.

Um flächendeckend Grippe zu vermeiden, wäre eine Impfung sinnvoll, so Cusini weiter. Die Impf-Freudigkeit in der Bevölkerung sei dafür aber nach wie vor zu klein, als dass dies ein realistisches Szenario sein könnte.

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