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Für die Chläuse beginnt eine strenge Zeit

Über 38 Etzelchläuse und Schmutzlis sind in Rapperswil-Jona über die Schlosstreppe und anschliessend über den Hauptplatz gezogen. Die Bärtigen hatten für die Kinder feine Biber in den Jutesäcken dabei.

Linth-Zeitung
Montag, 03. Dezember 2018, 04:30 Uhr Chlauseinzug
Für Samichlaus und Schmutzli beginnt jetzt die strengste Zeit im Jahr.
NADJA ITEN

Der Chlauseinzug der Etzelchläuse ist aus Rapperswil nicht mehr wegzudenken. Feierlich zogen die Chläuse am Samstagabend vom Etzelwald her in die stimmungsvoll ins Licht getauchte Altstadt ein. Nur etwas strahlte an diesem Abend noch mehr: die vielen Kinderaugen. Die Aufregung bei den Kleinsten ist gross.

Erwartungsvoll säumten sie und viele weitere Besucher die Schlosstreppe und warteten auf die Ankunft der Chläuse und ihrem Gefolge. Sie verbreiteten Freude und stimmten die Kinder auf Weihnachten ein. «Ich fürchte mich nicht vor dem Samichlaus», sagt Nick (8) aus Jona und ergänzt: «Im Gegenteil, er ist ja ein lieber Mann, auch wenn er manchmal etwas schimpft.» Sein Bruder, Moris (6) ist der gleichen Meinung. «Ich freue mich schon jetzt auf das Christkind, das bringt dann die grossen Geschenke»; meint er schelmisch.

Mit bedächtigen Schritten

Der Tross strömt bedächtigen Schrittes durch den abgesperrten Mittelgang am Hauptplatz zusammen und verteilt fleissig Süssigkeiten, hört geduldig den vielen Versen zu und hält hie und da auch schon mal für ein Foto hin.

Für die Chläuse und Schmutzlis ist die Arbeit nach dem Chlauseinzug noch lange nicht getan.

Die Männer mit den langen Bärten besuchen nun unzählige Familien daheim und absolvieren so während der nächsten zwei Tage rund 30 Hausbe-suche. «Ehrenamtlich und mit ganz viel Herzblut, versteht sich», sagt ein Schmutzli, buckelt dabei seinen schweren Sack und überreicht dem nächsten Kind ein Biberli.

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