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Graubünden Ferien bewirbt unbekannte, naturnahe Orte

Graubünden Ferien bewirbt aktuell die zehn schönsten bekannten und unbekannten Fotosujets im Kanton Graubünden. In der heutigen Zeit von Influencern und Bloggern können sich solche Hotspots schnell rumsprechen. Besteht die Gefahr eines Touristenauflaufs?

Seraina
Zinsli
Mittwoch, 17. Oktober 2018, 09:23 Uhr Anstieg an Touristen fordert Infrastruktur
See Palpuogna Preda Palpuognasee
Der Palpuognasee ist eines der beliebtesten Fotosujets in Graubünden.
YANIK BÜRKLI

«Perfekte Plätze für Selfies und mehr» damit wirbt Graubünden Ferien im aktuellen Newsletter. Es werden die zehn schönsten Fotospots in Graubünden aufgelistet. Damit möchte Graubünden Ferien Hobbyfotografen und Naturliebhaber inspirieren und ihnen Tipps geben. So könne man auch andere Menschen erreichen und hoffe dass diese Graubünden einen Besuch abstatten, erklärt Roland Signer, Pressesprecher von Graubünden Ferien.

Beliebte Fotosujets können die Infrastruktur fordern

Die Vergangenheit zeigt, solche Aktionen können auch das Gegenteil bewirken. Im Sommer hat beispielsweise das Berggasthaus «Aescher» im Appenzell für Schlagzeilen gesorgt. Das immer beliebter gewordene Fotosujet verzeichnete immer mehr Besucher. Kehrseite der Medaille: Die Infrastruktur konnte mit der wachsenden Gästezahl nicht mehr mithalten.

Mehr Gäste bleiben das Ziel

Dass es in Graubünden zu solch einem Problem kommt, daran glaub Signer nicht: «Die Situationen im Appenzell und in Graubünden sind nicht 1:1 miteinander vergleichbar.» Man freue sich, wenn mehr Leute kommen, das sei schliesslich das Ziel dieser Auflistung. «Von einer Situation wie jener im Appenzell sind wir noch weit entfernt», sagt Signer.

Man sei sich aber bewusst, dass die Infrastruktur an Plätzen, wie beispielsweise dem Palpuognasee an ihre Grenzen stösst. Da die Anzahl an Parkplätzen beschränkt ist, weise man auf der Website explizit daraufhin, dass man mit der Rhätischen Bahn anreisen und danach zum See wandern soll.

Influencer sind gern gesehen

Die Zusammenarbeit von Graubünden Ferien und Influencern und Bloggern ist ein gern gewähltes Mittel. Signer erklärt: «Es ist sehr inspirierend für unsere Gäste aus erster Hand zu erfahren, wie es bei uns in Graubünden aussieht und Fotos, Bilder und Erfahrungsberichte zu erhalten». Auch die Liste mit den zehn schönsten Fotospots in Graubünden wurde in Zusammenarbeit mit Mattias Nutt, einem Bündner Fotografen und Influencer, gemacht.

Wenn hinter Fotos Risiko steckt

Hinter der Jagd nach dem perfekten Foto wird zum Teil viel riskiert. Das Unternehmen schreibt in seinem Newsletter als Tipp für gute Fotos trotzdem: «Meistens können die Fenster beim Waggoneingang geöffnet werden. Lehnt man sich vorsichtig hinaus, kann man den Zug, die Landschaft und das Fahrgefühl einfangen». Signer betont aber: «Wir sehen darin keine Gefahr. Wir weisen auf der Website darauf hin, dass man vorsichtig sein soll.» Es sei schliesslich ein grosses Plus, dass man in der Rhätischen Bahn die Möglichkeit hat, die Fenster zu öffnen und so zu fotografieren.

Graubünden Feriens Auswahl der zehn schönsten Fotospots in Graubünden:

  • Palpuognasee
  • Guarda
  • Val Lumnezia
  • Landwasserviadukt
  • Lagh da Saoseo
  • Greina
  • Rhätische Bahn
  • Muottas Muragl
  • Crestasee
  • Schweizerischer Nationalpark

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1) GRF behauptet, von Influencern erfahre man Infos "aus erster Hand", dabei sind die eher nicht unabhängig sondern geldorientiert wie halt Marketingfritzen.
2) Dass Natur durch Tourismusköderung konterkariert wird, begriffen GRF bereits nicht mit Ihrer "Strategie" (welch garstig Wort) Partnunseebungalows (um für Unberührtheit zu werben, flog GRF via Helikopter schweres Material ein für Baustelle in Nichtbauzone), ein Widerspruch, auf den gehörige Kritik folgte (wann folgt die nicht bei GRF?):
Siehe Kommentare:
https://www.suedostschweiz.ch/influencer
https://www.suedostschweiz.ch/wirtschaft/2017-08-11/das-ist-mal-ein-was…
Auf diesen WIDERSINN ist die federführende Infuencerin auch noch stolz: "Mit zittrigen Händen tippe ich heute diese Zeilen und freue mich so, euch endlich zeigen zu können, an was wir gearbeitet haben. Worin wir unzählige Stunden an Arbeit, viel Herzblut, Schweiss, die ein oder andere Träne und unsere ganze Leidenschaft hinein gesteckt haben." https://littlecity.ch/unser-bergsee-bungalow-traum-auf-dem-partnunsee-g…
Leute, an GRF könnte ich eh vervierfeln (verzweifeln hoch zwei) – stellt denen doch endlich den Kantonsgeldhahn ab!
Mein Turnaroundprojekt "Gesundheitstourismus auch für Einheimische, Vorbild für die Welt, gegen Krankenwesenkostenleidenendloswachstum" ist ja gerade diese "Quadratur des Kreises", sprich: Wie kann maximaler Naturerhalt mit maximaler Nutzung kombiniert werden - DAS ist die Kunst.