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«Der HC Davos ist mein Leben»

Noah Balzer ist HCD-Fan mit Leib und Seele. Gegenüber «suedostschweiz.ch» erzählt der 18-Jährige aus Alvaneu von seiner grössten Leidenschaft.

Tobias
Kreis
Donnerstag, 27. September 2018, 04:30 Uhr Ein Fan erzählt
Im Leben von Noah Balzer aus Alvaneu dreht sich alles um den HC Davos.
TOBIAS KREIS

Wenn immer möglich besucht er die Trainings des Davoser Fanionteams. Der Besuch aller Heimspiele ist Pflicht und wenn es Zeit und Budget zulassen, reist er seinem Team auch auswärts nach. Unzählige Fan-Utensilien sind sein Eigen. Ohne Übersteigerung lässt sich festhalten: Der HC Davos ist das wichtigste Elixier im Leben von Noah Balzer – oder wie er es selber ausdrückt: «Der HCD ist mein Leben.»

Zwei Hünen im Tor

Dass Balzer in blau-gelbem Pulli und mit einem Trikot seines Lieblingsspielers, dem Goalie Gilles Senn, zum Treffen erscheint, erstaunt deshalb wenig. Ebensowenig überrascht, dass der 18-jährige Bündner den 22-jährigen Walliser zu seinem Idol auserkoren hat. Mit 199 cm Körperlänge ist der Fan genauso wie Vorbild Senn (195 cm) ein Hüne. «Seine Ausrüstung passt mir perfekt», sagt Balzer, der selber im Amateur-Bereich als Goalie zwischen den Pfosten steht.

Dieses Gilles-Senn-Trikot hat Balzer in einer Internet-Auktion des HC Davos ersteigert. TOBIAS KREIS

Ausrüstung. Das ist Balzers Stichwort. In den Ausführungen übers Sammeln von Gegenständen der HCD-Spieler geht der Logistiker-Lehrling regelrecht auf. Schnell wird klar, dass der offizielle Fanshop nicht seine präferierte Anlaufstelle ist. Balzer bevorzugt die getragene Original-Ware der Spieler. Über Versteigerungen im Internet, vor allem aber dank guter Beziehungen hat schon so manches Utensil den Weg in Balzers Schrein in seinem Schlafzimmer gefunden.

Übers Bild fahren und entdecken: Balzers grösste Schätze in der interaktiven Karte

Balzers Sammelwut hat seinen Preis – und dieser liegt jede Saison deutlich im fünfstelligen Frankenbereich. «Ich gebe den letzten Rappen für den HCD aus», sagt der junge Bündner. Neben den exklusiven Fanartikeln leistet sich Balzer die Saisonkarte in der Ostkurve sowie Reisen an ein knappes Dutzend Auswärtsspiele.

Beim Thema Spiele kommt Balzer auf seine Matchtag-Rituale zu sprechen. Sie sind ihm für das gute Gefühl, was den Ausgang der Spiele betrifft, heilig. «Aberglaube, ich weiss», sagt er. Doch man merkt, wie wichtig ihm der immer gleiche Ablauf ist.

Kirche und Hot Dog

Am Morgen vor dem Heimspiel fährt er ein erstes Mal nach Davos, um das Fanionteam im Abschlusstraining beim Anschwitzen zu beobachten. Häufig spüre er bereits, wie die Mannschaft drauf ist. Danach trifft sich Balzer im Restaurant «Time-Out» mit Bekannten, bevor er noch einmal nach Alvaneu zurückfährt. Dann geht es in die Kirche, um den Beistand für den erfolgreichen Spielausgang zu erbitten.

Um 18 Uhr steigt Balzer das zweite Mal in den Bus nach Davos. Im Stadion angekommen, gibt es Radler und Hot Dog. Dann nimmt er seinen Stammplatz in der Ostkurve ein. «Oben rechts und am liebsten alleine, damit ich die ganze Aufmerksamkeit dem Spiel schenken kann», erklärt er.

Nächstes Mal wird dies am Samstag gegen die SCL Tigers der Fall sein. Gewinnt das Team von Arno Del Curto, ist Balzers Glück komplett. Denn «es gibt nichts Schöneres als die Atmosphäre in der Halle nach einem Sieg». Bleibt für den so begeisterten HCD-Fan zu hoffen, dass er diese Atmosphäre in der laufenden Saison noch oft wird aufsaugen können.

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