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50 Jahre GEVAG: Das muss gefeiert werden!

30 Bündner Gemeinden mit einer gemeinsamen Vision: Ihre Abfallentsorgung umweltgerecht zu lösen. Die Geburtsstunde des GEVAG 1968, eine Pionierleistung. 50 Jahre später hat sich der einstige Abfallverbrenner unter anderem zu einem nachhaltigen Energielieferanten und thermischen Recycler entwickelt. Ökologisch effizienter ist es kaum mehr möglich!

Südostschweiz
Montag, 10. September 2018, 00:00 Uhr Publireportage
Der GEVAG feiert sein 50-Jahr-Jubiläum.
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Der GEVAG feiert!

Die Tage der offenen Tür des GEVAG finden am 22. und 23. September 2018 statt.

Anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums lädt der GEVAG zu den Tagen der offenen Tür am 22. und 23 September 2018 auf ihr Areal in Trimmis ein. Die Gäste erwarten interessante Führungen durch das hochautomatisierte thermische Kraftwerk, Feines vom Grill und spannende Aktivitäten für Gross und Klein. Auf Grund der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen, stellt sich der Gemeindeverband für Abfallentsorgung in Graubünden, kurz GEVAG, genauer vor.

50 Jahre GEVAG: Vom Abfallverbrenner zum nachhaltigen Energielieferanten

Vor dem Hintergrund, dass das Entsorgen von Abfällen in der Schweiz bis zum Jahr 2000 in einer dafür vorgesehenen Deponie zulässig war, zeigt die Pionierleistung des GEVAG deutlich auf. Dieser entschied sich nämlich bereits 1968 für eine umweltgerechtere Variante und erbaute 1975 die Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) in Trimmis. Bereits im ersten Betriebsjahr wurden 10‘539 Tonnen Siedlungsabfälle verbrannt.

Heute – 50 Jahre später -  besteht der GEVAG aus 25 Verbandsgemeinden und umfasst mehr als 170‘000 Einwohner. Jährlich werden rund 100‘000 Tonnen Siedlungsabfälle, Abfälle aus Industrie und Gewerbe sowie Biomasse verwertet. Die Betonung liegt hierbei auf „verwertet“, denn der GEVAG hat sich vom einstigen Abfallverbrenner zum nachhaltigen Energielieferanten und thermischen Recycler entwickelt, der wichtige Wertstoffe der Industrie in den Kreislauf zurückgibt.

Jährlich werden 100‘000 Tonnen Siedlungsabfälle, Abfälle aus Industrie und Gewerbe sowie Biomasse verwertet.

Energieversorgung mit regionaler und CO2 neutraler Energie

Alles nahm seinen Anfang im Jahr 1990, als die erste Ferndampfleitung des GEVAG erbaut und die Papierfabrik der LandQart AG mit erneuerbarer und regionaler Fernwärmeenergie erschlossen wurde. Mit der Umwandlung der abgegebenen Hitze des Verbrennungsprozesses in Elektrizität und Fernwärme kann diese bestmöglich genutzt werden. Heute sind bereits knapp 60 Gebäude und Firmen an das Fernwärmenetz in der Region Chur und Landquart angebunden. Dadurch können jährlich 10 Millionen Liter Öl eingespart werden.

Neben der nutzbaren Wärme, produziert der GEVAG elektrische Energie für den privaten Energiebedarf sowie für den freien Markt. Jährlich können somit 16‘000 Haushalte versorgt werden. Dies entspricht bis zu 3.5 Prozent des gesamten Bündner Strombedarfs. Der produzierte Strom gilt zu 50 Prozent als erneuerbar. Wenn man die erneuerbaren Energien vergleicht, ohne dabei die Wasserkraft zu beachten, liefern die schweizerischen KVAs rund 40 Prozent des erneuerbaren Stroms.

Knapp 60 Gebäude und Firmen sind bis heute bereits an das Fernwärmenetz angebunden.

Umwelttechnisch vorne mit dabei

Vielerorts noch unbekannt ist die sogenannte CO2-Neutralität einer KVA. Denn das eingesparte CO2 aus der Energieproduktion und dem Stoffrecycling nach der thermischen Verwertung gleichen die Emissionen der fossilen Anteile im Abfall aus. Dank der thermischen Abfallbehandlung kann der GEVAG aber auch der Entstehung von klimarelevantem Gas zuvorkommen. Beim einfachen Deponieren der Abfälle würde Methangas entstehen, welches 21-mal relevanter als CO2 ist.

Die schockierende Tatsache, dass nur drei Prozent des weltweiten Abfallaufkommens thermisch verwertet wird und der Rest ungenutzt auf Deponien oder im Meer landet, spricht für sich. Die Folge eines der grössten Probleme, welches zu den Unmengen an Plastik in den Gewässern führt, ist das Nichtvorhandensein einer geordneten Abfallbewirtschaftung mit entsprechenden Kehrichtverbrennungsanlagen. Der GEVAG kann aber auch mit seinem Rauchgasreinigungsverfahren punkten, denn dank modernster Technologien kann er das für die Verbrennung verwendete Rauchgas so reinigen, dass die strengen Grenzwerte der Schweizerischen Luftreinhalteverordnung deutlich unterschritten werden können.

Der GEVAG gilt als eine der ökologischsten KVAs Europas.

Der GEVAG blickt in die Zukunft

Trotz modernster Technologie ist der Entwicklungsprozess noch lange nicht abgeschlossen. Zukünftig möchte der GEVAG neue Prozesse entwickeln um zusätzliche Rohstoffe effizient aus der verbleibenden Schlacke zu entfernen und diese dem Stoffkreislauf zurückzugeben. Ebenso sollen die bestehenden Netze der Fernwärmeversorgung mittel- bis langfristig verdichtet werden. Über eine mögliche Realisierung von Anergienetzen, welche die tiefe Rücklauftemperatur des Fernwärmenetzes nutzen, wird gesprochen. Im Gegensatz zur Wärmeproduktion ist auch die Kälteproduktion mittels Absorptionskältemaschinen ein zukunftsträchtiges Thema. Um all diesen Herausforderungen gewachsen zu sein, steht der GEVAG im kommenden Jahr vor einer Rechtsformänderung. Der seit 50 Jahren beinahe unveränderte Gemeindezweckverband soll in eine öffentlich rechtliche Anstalt geändert werden, um dem gewandelten Marktumfeld gerecht zu werden.

GEVAG
Rheinstrasse 28 | 7203 Trimmis | 081 300 01 90

info@gevag.ch  | www.gevag.ch