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Spielt Papst Franziskus mit einem Bündner Alphorn?

Bei einem Auftritt der Tessiner Alphorn-Vereinigung begrüsste Papst Franziskus die Musikanten und bedankte sich beim Präsidenten für das Konzert. Dabei hielt er gerade selbst einmal ein Alphorn in seinen Händen, welches aus dem Kanton Graubünden stammt.

23.08.18 - 04:30 Uhr
Aus dem Leben

Vor wenigen Tagen ist ein Bild im Netz aufgetaucht, welches den Präsidenten der Tessiner Alphorn-Vereinigung mit Papst Franziskus zeigt. Das Spezielle am Bild ist das Alphorn. Dieses stammt aus Bündner Händen, von Instrumentenbauer Beat Kollegger, welcher seine Alphörner in Alvaneu erstellt und in Davos verkauft.

Das Bild ist entstanden, weil Papst Franziskus wissen wollte, wie schwer ein Alphorn ist. Präsident Piergiorgio Fornera, welcher ein «Kollegger-Alphorn» spielt, gab es ihm in die Hände, damit er es selbst herausfinden konnte. So sei das besondere Bild entstanden, wie Beat Kollegger auf Anfrage von «suedostschweiz.ch» sagt. Der Papst habe sich dann aber nicht im Alphornblasen versucht.

Beat Kollegger zeigt sich sehr erfreut über diese Geste. «Als der Präsident bei mir im Laden stand und mir das Bild zeigte, war ich schon etwas stolz». Man sehe es an der schwarzen Plakette, dass es ein «Kollegger-Alphorn» ist, sagt er weiter. Die Becherform ist speziell, der Schnitt ist speziell und die gebogenen Nussbaumreifen seien auch speziell für seine Alphörner, so Kollegger weiter. Um die Frage vom Papst zu beantworten, ein Alphorn wiegt 2,875 Kilogramm.

Das Bild wurde vor wenigen Tagen vom Bruder von Beat Kollegger auf Facebook gepostet. Das Konzert fand aber bereits im vergangenen Jahr statt, bei dem sich über 300'000 Menschen auf dem Petersplatz in Rom versammelten. Für sie sei es aber auch heute noch eine schöne Erinnerung.

Auch andere «Promis» mit Bündner Horn

Der Papst ist nicht der Einzige, welcher ein Bündner Alphorn in seinen Händen hielt. Chris de Burgh, der bekannte irische Sänger und Komponist spielte sogar mit einem «Kollegger-Alphorn». Dies bei einem Konzert im vergangenen Jahr auf Madrisa, bei dem er von Alphörnler empfangen wurde. «Er wollte es gleich selbst ausprobieren und dann druckte ihm der damalige Chef eines meiner Hörner in die Hand».

Chris de Burgh versucht es gerade selbst. BEAT KOLLEGGER
Chris de Burgh versucht es gerade selbst. BEAT KOLLEGGER

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