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So rüstete sich Graubünden für den Krieg

Während dem zweiten Weltkrieg sowie des kalten Krieges wurden in Graubünden viele Bunker, Sperrstellungen und versteckte Festungen errichtet, welche seit den 1990er-Jahren nicht mehr gebraucht werden. Perfekt getarnt fallen sie gar nicht auf. In einer Serie hat TV Südostschweiz einige eindrückliche Örtlichkeiten im Kanton besucht.

Südostschweiz
Samstag, 11. August 2018, 17:47 Uhr Bunkerserie
Sperre Trin Bunker Militaer Festung
Treppenanlage in der Sperre Trin.
JANO FELICE PAJAROLA

Viele der Bunker, Sperrstellungen und versteckten Festungen sind heute zu Museen ausgebaut und werden inzwischen von Freiwilligen unterhalten. Dies eröffnet der breiten Öffentlichkeit interessante Einblicke in geheime und gut getarnte Räumlichkeiten aus früherer Zeit. 

Sperrung Lusein in der Surselva: 

Bis vor 18 Jahren war der Standort der zweiten vorgestellten Festung streng geheim. Wenn man heute die San Bernadino-Route fährt, machen auf die Festung Crestawald bei Sufers Fahnen aufmerksam. Die Festung hat im 2. Weltkrieg eine zentrale Rolle gespielt.

Die Bunkeranlage Furggels im Fels des St. Margretherberg oberhalb von Pfäfers ist eine der grössten militärischen Anlagen der Schweiz. Als Teil des Schweizer Reduits war sie auch eine der wichtigsten Anlagen in der Schweiz. Die Festung gleicht einem Labyrinth und hat rund 200 Räume. Bis 1998 fanden in der Bunkeranlage WK's statt, heute ist sie in Privatbesitz.

Wer die Route über den Albulapass nimmt, fährt an ihm vorbei. Versteckt unter Steinen baute die Schweiz 1938 eine der kleinsten Bunkeranlagen der Schweiz. In der Rekordzeit von rund 5 Monaten wurde er regelrecht aus dem Boden gestampft.

Hoch über der Gemeinde Trin waren während des zweiten Weltkrieges 30 Soldaten in einem Infanteriewerk stationiert, verteilt im Inneren der beiden Felsköpfe Crap Son Bargazi und Crap Pign. Ihre Mission: Dem Feind den Durchgang durch die Surselva versperren.

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