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Der Kanton lockt «Asiaten» in die Falle

Die Asiatische Buschmücke ist im Glarnerland auf dem Vormarsch. Wie weit sie schon verbreitet ist, untersucht die kantonale Abteilung für Umweltschutz und Energie diesen Sommer.

Marco
Lüthi
Freitag, 22. Juni 2018, 04:30 Uhr Umwelt
Die Asiatische Buschmücke ist im Glarnerland angekommen.
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Sie ist dunkel- bis schwarzbraun mit auffälligen silbrigen Querstreifen an Körper und Beinen, hellen Längsstreifen und vergleichsweise kurzen Fühlern: die Asiatische Buschmücke. Im vergangenen Sommer wurde sie erstmals im Glarnerland nachgewiesen – und dies gleich an zwei Orten: Bei der Autobahnraststätte Glarnerland und auf dem Zeltplatz im Gäsi.

Bald die häufigste Mückenart in der Schweiz

Die Asiatische Buschmücke, die ursprünglich aus Südostasien (Japan, Korea, Südchina) stammt, breitet sich seit einigen Jahren in Europa stark aus. In der Schweiz wurde die Stechmücke 2007 erstmals im Kanton Aargau gesichtet. Seither ist sie in allen Richtungen auf dem Vormarsch – bis an die nördliche Kantonsgrenze von Glarus. Was jetzt die kantonale Abteilung für Umweltschutz und Energie auf den Plan ruft. Aus gutem Grund: Denn die Buschmücke gehört zu den hundert invasivesten Arten (siehe Box). In absehbarer Zeit könnte sie sogar die häufigste Mückenart in der Schweiz werden und dabei unter bestimmten Umständen Krankheiten übertragen.

Der Kanton will nun herausfinden, inwieweit sich die Buschmücke schon im Glarnerland ausgebreitet hat. Dafür werden diesen Sommer in verschiedenen Ortschaften Fallen aufgestellt. Bis September werden diese regelmässig nach Eiern der Buschmücke untersucht.

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