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Kältewelle: Bewegtes Wasser für die Löwen

Die extreme Kälte dieser Tage ist nicht jedermanns und jedertiers Sache. Was tun, damit die Flamingos keine kalten Füsse kriegen? Und weshalb muss der Zoo Basel bei den Löwen für Bewegung im Wasser sorgen?

Südostschweiz
Dienstag, 27. Februar 2018, 10:20 Uhr Exotische Tiere in der Kälte
Kalte Temperaturen, na und? Löwen lassen sich auch von etwas Kälte nicht so schnell aus der Ruhe bringen.
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Auf die arktischen Temperaturen dieser Tage reagieren die Tiere in den Zoos in Zürich und Rapperswil unterschiedlich. «Die Ameisenbären sind im Moment nur schwer für einen Spaziergang an der frischen Luft zu überzeugen», sagt Robert Zingg, Kurator im Zoo Zürich. Wie auch die Gorillas und Orang Utans blieben sie bei den Minustemperaturen lieber an der Wärme. «Der junge Elefantenbulle dagegen tobt sich auch im Winter am liebsten draussen aus», so Zingg. Dabei seien gerade die Dickhäuter sehr kälteempfindlich und dürften sich nicht zu lange draussen aufhalten.

Bewegtes Wasser

Auch im Zoo Basel lässt man die Elefanten nur zeitweise ins Aussengehege. «Elefanten haben sehr dünne Ohren. Bleiben sie zu lange an der Kälte, können sie sich Erfrierungen an den Ohrrändern holen», erklärt Tanja Dietrich, Sprecherin des Zoos Basel. Die Flamingos dürfen in Basel noch so lange durch den Aussenweiher stelzen, wie sie wollen. Eine eingebaute Lüftung hält das Wasser in Bewegung. «So können die Vögel im offenen Wasser bleiben, ohne dass ihnen die Füsse einfrieren», sagt Dietrich.

Wassergraben zugefroren

Gar nicht nach draussen dürfen im Zoo Zürich die Krallenäffchen. «Weil sie so klein sind, würden sie zu schnell auskühlen», erklärt Zingg. Auch die Gelbbrust-Kapuzineraffen behält der Zoo derzeit im Innengehege. Der Grund ist aber ein anderer: Das Wasser im Wassergraben ist zugefroren. Die Kapuzineraffen könnten einfach über den Wassergraben spazieren. Die Löwen dürfen derzeit noch draussen bleiben. Pumpen halten das Wasser in ihrem Graben in Bewegung, wie Zingg weiter erklärt. Im Zoo Basel habe man das Wasser im Löwengehege ablaufen lassen, sagt Sprecherin Tanja Dietrich. «Und bei den Rentieren mussten wir am Montag das Eis aufschlagen, damit sie den Graben nicht überqueren.» (so)

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