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Einrücken, Marsch!

Am Montag hiess es für 617 Soldaten im Kanton Graubünden einrücken. Wir haben uns im Medienhaus umgehört und wollten von den Kollegen wissen, wie sie die Zeit in der Rekrutenschule in Erinnerung haben.

Montag, 15. Januar 2018, 17:41 Uhr Start in die Winter-Rekrutenschule

Zweimal jährlich rücken die per Marschbefehl aufgebotenen jungen Schweizer in die Rekrutenschule ein. Auch am Montag war es wieder soweit, weshalb 617 Rekruten der Infanterie RS 12 in Chur und Bonaduz ihren 18-wöchigen Dienst angetreten haben.

Wir haben uns im Medienhaus umgehört, und wollten von unseren Kollegen wissen, wie sie die Zeit in der RS in Erinnerung haben. Den Anfang macht unser Head of Dialog in der Online-Redaktion, Claudio Candinas.

«Der Hitzesommer 2003 war toll»

Für ihn war vor allem der erste Tag etwas komisch. Alle starrten sich gegenseitig an und wussten nicht richtig wohin. Claudio war Sanitätssoldat und stationiert in Losone im Tessin. Insbesondere das Wetter blieb im positiv im Gedächtnis. «Es war der Hitzesommer 2003. Das war deshalb toll, weil es auch im Ausgang immer schön warm war.»

Doch die grosse Hitze hatte es auch in sich, wie Claudio weiter erzählt. «Bei den Märschen mit voller Ausrüstung gab es alle 15 Minuten einen Trinkbefehl. Die Rega musste damals einige Male kommen.»

Insbesondere die medizinische Ausbildung, die er als Sanitätssoldat absovieren musste, hat ihm persönlich viel gebracht. Unter anderem konnte er sechs Wochen im Notfall arbeiten. In der Rekrutenschule an sich habe er aber nicht viel lernen können, wie er mit einem Grinsen sagt.

«Die RS war ein grosses schwarzes Loch»

Auch unser Leiter Newsdesk, Oliver Fischer, hat sich den Fragen gestellt und beschreibt seine Zeit in der Rekrutenschule als grosses schwarzes Loch. Eine Woche vor Beginn hatte er nämlich die Matura abgeschlossen und den Abschluss anschliessend in einem einwöchigen Urlaub gefeiert. Danach ging es für ihn direkt in die Kaserne in Chur. Dort war Oliver als Füsilier tätig. Dies aber auch nur deshalb, weil er in Chur wohnte und dort auch seinen Dienst verrichten wollte. «Ich habe einfach geschaut, was ich wählen muss, um in Chur stationiert zu werden.»

Positiv sind Oliver vor allem die Märsche und das warme Wetter im Sommer 2001 in Erinnerung geblieben. Dies auch deshalb, weil während den Märschen weder gerobbt noch geschossen noch sonst etwas sinnloses gemacht werden musste.

In guter Erinnerung seien ihm aber auch die Gruppenerlebnisse geblieben, über die man sich noch heute gerne unterhalte: «Man tendiert ja dazu diese Zeit zu verklären, da bleiben dann irgendwann nur noch die lustigen Stories in Erinnerung.»

Das Schlimmste, das Oliver durchleben musste, waren die Nachtwachen im Oktober im Val Müstair: «Es war damals sehr kalt und langweilig.»

Start der RS in der ganzen Schweiz

Der heutige Montag ist aber nicht nur Start für die Rekruten im Kanton Graubünden, sondern auch für jene in der restlichen Schweiz. Dabei gilt der Marschbefehl auch für die 23-wöchige Ausbildung der Grenadiere und für die Durchdiener, die rund 500 Tage im Dienst sein werden.

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