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Fischer kritisieren Schänis wegen Müll

Von geringeren Fangzahlen und Durchschnittsgewichten war an der Hauptversammlung des Fischereivereins See und Gaster zu hören. Aber auch von Unappetitlichem.

Südostschweiz
Dienstag, 05. Dezember 2017, 04:30 Uhr Hauptversammlung
Der Statistiker: Ernst Dummermuth (stehend) weiss genau, wie viele Fische aus dem Wasser geholt werden.
ARNOLD B. STAMPFLI

Bereits die 126. Hauptversammlung führte der Fischereiverein See und Gaster am Sonntag in Schmerikon durch, wie immer verbunden mit einem ausgezeichnetem Fischessen. Präsident Christian Rudel, Eschenbach, der mit seinem ganzen Vorstand diskussions- und opposi- tionslos für eine neue Periode im Amt bestätigt wurde, musste seinen Frust los werden. Auch wenn er den anwesenden 127 Personen, unter ihnen 45 stimmberechtigte Mitglieder, den Appetit nicht verderben wollte.

Nicht nur Regenwasser

Seit Jahren, so Rudels stark beachteten Ausführungen, gebe es am Dorfrand von Schänis beim Krüppelweiher ein Rohr, durch das aus einem Regenklärbecken nicht nur Regenwasser fliesse. Sondern auch «Hygienemüll vom Ekligsten», der über die Toiletten im Obersee abgelagert werde. Die ganze Sauerei könne man auf der Internetseite des Vereins unter Vermischtem selber ansehen. «Nach dem Essen selbstverständlich.» Hans Riget, Weesen, bestätigte als ehemaliger Fischereiaufseher gegenüber der «Südostschweiz» die seit Jahren bestehende, wirklich unangenehme Situation.

Es habe wegen des Fischbestandes einmal deutlich gesagt werden müssen, so Rudel in seinem Jahresbericht, denn die angesprochene Gemeinde Schänis verhalte sich diesbezüglich zu passiv. Mit diesem Satz war der Frust draussen und die Aufmerksamkeit konnte Angenehmerem geschenkt werden.

Tiefere Fangzahlen

Der Verein, fit, vital und aktiv, trage Sorge zu seinem Erbe, damit auch künftige Fischer-Generationen ihrer Leidenschaft frönen können. Im vergangenen Fischjahr, das mit dem 30. November zu Ende ging, seien weniger Patente gelöst worden und daher die Fangzahlen tiefer ausgefallen. Immerhin belief sich das Total der gefangenen Fische allein im Linthgebiet auf 112 Bachforellen, 21 Äschen und 3 Hechte. In allen Gewässern betrug das Total insgesamt 346 Bachforellen (im Gewicht von 350 Kilo), 21 Äschen (rund 15 Kilo) und 3 Hechte (4,10 Kilo), wie Ernst Dummermuth, der eine genaue Statistik führt, berichtete.

Damit war die kurze Hauptversammlung bereits zu Ende, und der Vorsitzende konnte zum festlich zubereiteten Fischessen einladen.

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