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Sturmwochenende hinterlässt im Glarnerland seine Spuren

Am Sonntagabend sind heftige Sturmböen und Regen über die Schweiz gezogen. Es kam landesweit zu kleineren Schäden. Im Klöntal wurde ein Felsbrocken auf die Strasse geschleudert.

Südostschweiz
Dienstag, 14. November 2017, 04:30 Uhr Strassensperrung
Erdrutsch: Derzeit kann nur eine Fahrspur auf der Büttenebene vor dem Faulenkopf befahren werden.
CARLA LEUZINGER

Auf dem Pilatus registrierten die Messgeräte am Sonntag Windböen von bis zu 143 Stundenkilometern. Böen von 131 Stundenkilometern respektive 129 Stundenkilometern wurden auf dem La Dôle im Waadtländer Jura und dem Chasseral im Berner Jura gemessen. So stark windete es im Glarnerland zwar nicht, dennoch hat das Sturmtief seine Spuren hinterlassen.

Im Klöntal kam es laut Jürg Walcher, Leiter Fachstelle Naturgefahren, gestern Abend zu einem Steinschlag. «Ein kleiner Rutsch verschüttete vor dem Faulenkopf die Strasse.» Es sei zwar kein Grossereignis, dennoch musste eine Fahrspur gesperrt werden. «Ein grosser Felsblock wurde auf die Strasse geschleudert. Dieser muss noch beseitigt werden. Diesen Brocken kann man nicht einfach auf einen Lastwagen aufladen, er muss zuerst noch verkleinert werden», weiss Jürg Walcher.

Aklärungen sind im Gang

Menschen wurden keine verletzt, die Strasse habe aber laut Walcher sicher den einen oder anderen Kratzer abbekommen. «Wir müssen die Schäden noch eruieren.»

Zudem müsse noch abgeklärt werden, ob es an der Stelle weitere Vorsichtsmassnahmen braucht. «2014 musste ganz in der Nähe ein Felskopf gesichert werden», sagt Walcher. Sofortmassnahmen seien getroffen worden, damit kein weiteres Material auf die Strasse fällt. «Zur Sicherung wurde eine kleine Holzpalisade verbaut.»

Auch in Glarus Nord kam es durch die Windböen zu Beeinträchtigungen. Die Kerenzerbergstrasse oberhalb von Beglingen, die Kanalstrasse in Mollis und die Oberseestrasse in Näfels waren kurzzeitig wegen umgestürzten Bäumen gesperrt.

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