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Gummilove und das sexuelle Selbstbewusstsein der Jugend

Der Bündner Verein Gummilove appelliert am heutigen Weltverhütungstag ans Selbstbewusstsein der Jugendlichen. Die Auswahl an Verhütungsmitteln ist heute grösser als noch vor einigen Jahren. «Informiert euch und steht für eure Wahl ein», rät Corinne Rietmann deshalb den Jugendlichen.

Südostschweiz
Dienstag, 26. September 2017, 17:47 Uhr Weltverhütungstag
Corinne Rietmann mit dem klassischen Vorzeigebeispiel für Verhütung: Banane und Kondom.

Weniger Abbrüche von ungewollten Schwangerschaften und keine sexuelle Übertragung von Krankheiten: Das ist das Ziel der Aufklärung. Der Verein Gummilove übernimmt diese Aufgabe an Festivals und Sportveranstaltungen.

Junge Männer in die Pflicht nehmen

Vereinspräsidentin Corinne Rietmann rät den Jugendlichen, sich über die verschiedenen Verhütungsmittel gut aufklären zu lassen. «Früher gab es nur die Pille und das Kondom, heute ist die Auswahl grösser», weiss Rietmann. Deshalb sei es wichtig, sich zu informieren und das passende Verhütungsmittel auszuwählen. Und: Viel zu sehr würde die Verantwortung einseitig den Frauen übertragen. Rietmann stellt immer wieder fest, dass jungen Männern nach der Aufklärungsarbeit von Gummilove bewusst wird, wie sehr sie bei der Verhütung mitreden können.

Kondome auf der Einkaufsliste

Wie offen die Jugendlichen mit ihrem Sexleben umgehen, hänge auch immer von deren Elternhaus ab, sagt Rietmann weiter. «Ich kenne Mamis, die für ihre Söhne Kondome einkaufen, oder Mütter, die sehr früh mit ihren Töchtern zur Gynäkologin gehen.»

Heutzutage biete auch das Internet schnell verfügbare Informationen zur Verhütung. Am wichtigsten ist es Rietmanns Meinung nach, die Safer-Sex-Regeln zu kennen.

Corinne Rietmann spricht mit RSO-Reporter Dario Linder am Weltverhütungstag über ihre Aufklärungsarbeit:

 

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