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Diese Loks haben Graubünden bewegt

«Waisch no früahner ...?» Unsere beliebte Serie #ThrowbackThursday geht in die nächste Runde. Heute gehen wir wie auf Schienen durch die Zeitgeschichte.

Donnerstag, 29. Juni 2017, 16:25 Uhr #ThrowbackThursday
Der «Fliegende Rhätier» war schneller als alle anderen.
HISTORIC RHB

Sie haben klingende Namen wie «Fliegender Rätier» und «Krokodil». Und: Sie haben den Verkehr in Graubünden geprägt, uns und unsere Vorfahren sicher von A nach B gefahren. Wir blicken zurück auf die Lokomotiven der Rhätischen Bahn.

Wir starten in der jüngsten Vergangenheit. Denn diese Lokomotive ist die zweitneuste auf dem Bündner Schienennetz. Ihr Typ: Ge 4/4 III. Satte 3260 PS transportieren uns sicher von A nach B. 

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Wer ist nicht schon in der Lok Ge 4/4 II gefahren? Die ersten ihrer Klasse wurden bereits 1973 und 1984/85 in Betrieb gesetzt. 23 insgesamt. Sie ist damit die grösste Lok-Serie, die von der RhB je bestellt worden ist. Immerhin 90 km/h schafft das Schmuckstück auf der Schmalspurschiene.

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Gemächlicher gehts mit der Ge 6/6 II zu und her. Bei 80 km/h ist Schluss. Das Design: zeitlos. Oder würdet Ihr die Lok auf über 50 Jahre schätzen? Mit 2400 PS ein Kraftpaket.

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Hier die kleine, ältere Schwester der Ge 6/6: die Ge 4/4. Wundert Euch nicht über die grüne Farbe. Denn die «Kleine Rote» ist gewissermassen eine Erscheinung der Neuzeit. Bis Anfang der 80er-Jahre waren die Züge der RhB nämlich grün.

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Wir sind bei einer absoluten Triebzug-Legende angelangt: der ABe 4/4, besser bekannt als «Fliegender Rhätier». 1939 begann sein «Siegeszug». Als Leichtmetall-Bau war der «Fliegende Rhätier» schneller als alle anderen. Er ist das Pendant zum «Roten Pfeil» der SBB.

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Die Legende unter den Legenden: das «Krokodil» (Ge 6/6 I). Im Bild der Engadin-Express mit dem «Krokodil» an der Spitze.

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Und weil das «Krokodil» so schön ist, gleich nochmal. Von den einst 15 gelieferten Lokomotiven konnten nur noch zwei (Nr. 414, 415) der Nachwelt erhalten bleiben. Sie werden nur noch bei Sonderfahrten den Zügen vorgespannt.

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Die nächste Lokomotive läutete ein neues Zeitalter ein. Die Ge 4/6 Nr. 353, auch bekannt als «Oerlikoneri», wurde 1913 geliefert und revolutionierte den Schienentransport. Sie verkehrte elektrisch angetrieben auf der Versuchsstrecke Bever–Scuol. Ihre Auftritte sorgen heute noch für Bewunderung.

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Die Fahrten mit der Lok werden übrigens unter dem Namen «Pullman Express» angeboten.

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Wesentlich kleiner war die Ge 2/4, die ebenfalls 1913 der RhB für die Engadiner Versuchsstrecke geliefert wurde. Sie hatte im Gegensatz zur Ge 4/6 auch «nur» 300 PS statt 600 bis 800 PS zu bieten.

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Wir sind im Zeitalter der Dampflokomotiven angekommen. Ein besonderes Schmuckstück ist die 1904 bis 1915 in Betrieb gesetzte G 4/5. Die Rhätische Bahn besitzt noch zwei dieser Giganten.

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Die Nummer 1, die «Rhätia Nr. 1». Diese Lok zog am 9. Oktober 1889 mit ihren 272 PS den Eröffnungszug der heutigen Rhätischen Bahn von Landquart nach Klosters. Sie war bis vor zwei Jahren betriebstüchtig. Als älteste Dampflok der RhB geht es ihr aber auch heute nicht an den Kragen: Die Historic-RhB-Vereine haben beschlossen, dass die Dampflok betriebsfähig erhalten bleiben soll.

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Zum Vergleich: So sieht der «Allegra»-Triebzug aus, der aktuell modernste in den Reihen der RhB.

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