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Ferien machen wie Tarzan

Chasa da Lain – Holzhaus – heisst das Baumhaus-Hotelkonzept für die Val Müstair. Das Projekt kommt im Tal gut an.

23.06.17 - 15:55 Uhr
Leben & Freizeit
Das Baumhaus-Hotelkonzept in Müstair vorgestellt worden.
Das Baumhaus-Hotelkonzept in Müstair vorgestellt worden.
PRESSEBILD

Ferien in den Baumkronen. 25 Bungalows, die vom Haupthaus aus mit Holzstegen verbunden sind. Gäste, welche die atemberaubende Natur für einmal aus der Vogelperspektive erleben. Diese einzigartige Erfahrung soll das Baumhaus-Hotel Chasa da Lain ermöglichen. Noch gibt es das Angebot nur auf Papier, doch es liegen schon Pläne, Berechnungen und ein grundlegendes Konzept vor.

Entstanden ist das innovative Beherbergungskonzept an der Fachhochschule Chur. Im Rahmen der Ausbildung zum Betriebsökonomen müssen die Studenten und Studentinnen des letzten Studienjahrs Businesspläne verfassen. Am Donnerstag ist das Baumhaus-Hotelkonzept in Müstair vorgestellt worden.

Klein anfangen und wachsen

Marc Burkhardt, Nicolas Howald, Nicole Projer und Valerio Tarnutzer haben mit ihrem Businessplan das Interesse der Münstertaler geweckt. Die Chasa da Lain soll nämlich nicht nur ein exklusives Ferienerlebnis bieten, sondern gleichzeitig die Val Müstair als Feriendestination wieder aufleben lassen. Von einem Projekt «fürs Tal vom Tal», spricht Dozent Urs Kappeler. Kappeler ist überzeugt: «Dieser Akzent in der Hotelleriebranche hat eine Chance auf dem Markt».

Standort und Finanzierung – diese beiden Fragen müssen noch geklärt werden. Gemäss dem Businessplan sind beim Baumhaus-Hotel mit Kosten von rund elf Millionen Franken zu rechnen. «Man müsste einen Investor finden, der in diese Idee komplett vernarrt ist», meint Vize-Gemeindepräsidentin Gabriella Binkert Becchetti.

Da das Interesse der Hotellerie im Tal für dieses Baumhaus-Hotel vorhanden ist, möchte sie allerdings noch eine zweite Option prüfen. Jedes Hotel könnte sein eigenes Bungalow kaufen und den Gästen zur Verfügung stellen. «Man könnte auf diese Weise klein anfangen und wachsen», meint sie. Klar sei, dass das Projekt bald einmal angegangen werden müsste.

Fadrina Hofmann ist als Redaktorin für die Region Südbünden verantwortlich. Sie berichtet über alle gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Themen, die in diesem dreisprachigen Gebiet relevant sind. Sie hat Medien- und Kommunikationswissenschaften, Journalismus und Rätoromanisch an der Universität Fribourg studiert und lebt in Scuol im Unterengadin. Mehr Infos

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