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Geheimtipp für eingefleischte Camper

Pfingsten steht vor der Tür. Wenn das Wetter mitmacht, füllt sich der Camping Arina in Strada mit Leben.

01.06.17 - 05:00 Uhr
Leben & Freizeit
Der Camping Arina liegt im Dreiländereck.
Der Camping Arina liegt im Dreiländereck.
ARCHIVBILD

40 Stellplätze, ein Tipi, zwei Pods (runde Holzunterkünfte), ein kleiner Swimming Pool, ein Häuschen mit Sanitäranlagen, Obstbäume, viel Ruhe - das ist der Camping Arina. Seit 1964 existiert dieser kleine Campingplatz. Fast 50 Jahre lang haben ihn Michel und Anita Gaudenz betrieben. Vor vier Jahren hat Georg Häfner die Geschäftsleitung übernommen.

Zwischenstopp für die Biker

Der Camping Arina liegt im Dreiländereck, direkt am Innradweg von Maloja nach Passau und an der Transitstrecke Verona-Donau. «Bei uns legen viele Velofahrer einen Zwischenstopp ein», erzählt Häfner. Er führt den Besucher zu den trutzigen Pods und lässt einen Blick in das geräumige Innere werfen. Dann öffnet er das Tipi, das Platz für sechs Personen bietet, eine Feuerstelle hat und vor allem bei Familien beliebt ist.

Der Camping Arina ist ab dem ersten Mai bis Ende Oktober geöffnet. Hochsaison herrscht von Mitte Juni bis Mitte August. Früher waren es vor allem die Holländer, die in Strada mit ihren Wohnwagen die Ferien verbrachten. Auch Kanuten schätzten das Angebot. Heute wirbt Häfner in den Märkten Holland, Deutschland und Schweiz und es kommen vor allem Wanderer und Biker. Auch aus den Ostländern gibt es immer mehr Gäste. «Das Internet und das GPS helfen sehr», sagt er.

Leben im Dorf

Der Campingplatz bringt Leben in die kleine Fraktion von Valsot. Die Gäste besuchen das Buchdruckmuseum, gehen im Dorfladen einkaufen, lassen sich vielleicht sogar die Haare bei der einheimischen Coiffeuse schneiden. Es ist ein beschaulicher Ort, um seine Ferien zu verbringen. Der Warzenbeisserweg, die Innauen, die Alp Tea sind die touristischen Attraktionen rund um Strada. «Wir sind ein Geheimtipp», meint Häfner. Auf dem Camping Arina treffen sich diejenigen Camper, welche den Trubel meiden und das authentische Erlebnis suchen. Die Gäste sind begeistert, wenn der Alphirt ihnen die Mehlspeise Tatsch serviert oder die Ferienkinder abends mit den Dorfkindern losziehen.
 

Fadrina Hofmann ist als Redaktorin für die Region Südbünden verantwortlich. Sie berichtet über alle gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Themen, die in diesem dreisprachigen Gebiet relevant sind. Sie hat Medien- und Kommunikationswissenschaften, Journalismus und Rätoromanisch an der Universität Fribourg studiert und lebt in Scuol im Unterengadin. Mehr Infos

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