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111 Anmeldungen für Sonderjagd in Davos

Wegen des sehr warmen Jagdwetters und dem Ausbleiben von nennenswerten Schneefällen ist die Hochjagdstrecke zwar weniger gut ausgefallen als im letzten Jahr, liegt jedoch im Bereich der Jahre 2018 und 2019.

Davoser
Zeitung
31.10.21 - 08:00 Uhr
Aus dem Leben
In Davos müssen noch 82 Hirsche erlegt werden.
In Davos müssen noch 82 Hirsche erlegt werden.
Bild (gestellte Aufnahme): SO (Olivia Aebli-Item)

Die Jägerinnen und Jäger haben bisher einen grossen Einsatz geleistet. Während der Jagd im November und Dezember müssen noch in verschiedenen Regionen weibliche Tiere beim Hirsch und Reh erlegt werden. Das ist wichtig für die Regulation der Bestände.

Aufgrund der hohen Schalenwildbestände und dem regional sehr starken Wildeinfluss im Wald wurde der Jagddruck beim Hirsch- und Rehwild in diesem Jahr erneut stark erhöht, in einzelnen Regionen auch bei Gämse und Wildschwein. In allen Regionen mit grossen Wald-Wild-Konflikten wurde der Anteil an weiblichen Tieren am Abschussplan erhöht. Der Plan ist somit erfüllt, wenn mindestens 3177 weibliche Tiere erlegt worden sind. Bei der Planung der diesjährigen Hochjagd (HJ) wurde auch die sehr starke Abnahme der Reh- und Gämsbestände in der Surselva mit entsprechenden jagdlichen Einschränkungen berücksichtigt.

Anspruchsvolle Arbeit steht bevor

Damit der jagdliche Auftrag erfüllt werden kann, müssen während der Jagd im November und Dezember 2021 noch 2469 weibliche Hirsche und deren Kälber erlegt werden. Auch die Rehwildbestände müssen weiter reguliert werden. Deshalb sind in verschiedenen Regionen noch 282 weibliche Rehe und diesjährige Jungrehe zu erlegen. In Davos gilt es, 82 Hirsche und 18 Rehe zu schiessen. Für die Sonderjagd haben sich in der Gemeinde 111 Sonderjäger angemeldet.

Da der Verlauf der Jagd im November und Dezember auch sehr stark vom vorhandenen Angebot an Hirschen und Rehen sowie von den Wetterverhältnissen abhängig ist, ist die Erfüllung der diesjährigen Abschusspläne eine anspruchsvolle Aufgabe.

Ergebnisse zum ersten Teil der Bündner Jagd 2021.
Ergebnisse zum ersten Teil der Bündner Jagd 2021.
zvg/AJF

Zusammenarbeit entscheidend

Ein gesunder und gut strukturierter Schutzwald gewährleistet der Bündner Bevölkerung nachhaltige Sicherheit. Dafür ist auch das natürliche Aufkommen der Waldverjüngung entscheidend. Die Reduktion der Schalenwildbestände und damit auch des Wildeinflusses auf die Waldverjüngung liefert hierzu einen wichtigen Beitrag. Unerlässlich ist ebenfalls eine konstruktive und respektvolle Zusammenarbeit zwischen allen Be­teiligten. Dabei ist es wichtig, dass die Waldeigentümerinnen die Arbeit der ­Jägerinnen und Jäger unterstützen, auch bei schwierigen Bedingungen. Nur so können die gemeinsamen Ziele erreicht werden. (staka/ad)

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Der Wolf und Luchs erledigen das viel besser! Der Mensch mischt sich in die Natur ein und hinterlässt nur Schäden und Chaos und zerstört das natürliche Gleichgewicht. Alleine im Winter kommen ein Drittel der Tiere um wegen Kälte und Hunger, da immer mehr Leute freestyle durch Wald und Flur biken, snowboarden, schneeschuhlaufen, off Piste Skifahren werden die Tiere immer mehr gestört und geschwächt, das erhöht nachweislich die Nachkommensraten, da sich so die Tiere vor dem Aussterben schützen. Mit dieser blöden Jagd ist endlich aufzuhören und die dafür vorgesehenen Wölfe, Luchse und Bären gehören wieder an ihren Platz! Nur so als Reimender: Die Bündner haben schon einmal, fast alle Wildtiere ausgerottet und die Natur hat sich über 100 Jahre lang davon nie mehr richtig erholt, Bartgeier hat es eine Handvoll, Fischotter sind immer noch ausgerottet, die genetische Vielfalt der Steinböcke, Gämsen ist kaputt, da alle von ein paar wenigen Tieren abstammen und sie extrem anfällig für Krankheiten sind. Übrigens jagen die Bündner heute immer noch Tiere auf der Roten Liste wie Birkühner, Auerhühner, Feldhasen, Waldschnepfen usw.

Warum muss sich der Mensch eigentlich immer in die belange der Natur einmischen.
Die Vergangenheit hat immer wieder aufgezeigt, dass die getroffenen Massnahmen der Menschheit mit Eingriffen in die Natur nicht die gewünschten Erfolge gebracht haben.
Lassen wir der Natur ihren freien Lauf, respektieren wir die Rückkehr von Wolf und Bär und nehmen die mit diesen beiden Rückkehrern erfolgten Regelungen ganz einfach an.
Die Schweiz ist nicht das einzige Land in welches Bär und Wolf zurück gekommen sind. Die Natur hat bestimmt ihre Gründe, dass dies so gekommen ist.
Die Natur ist den Menschen in Sachen Regelungen der Tierbestände, der Pflanzenwelt und den Bäumen meilenweit voraus.
Warum will die Menschheit dies nicht begreifen?

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