Speichern
Sonntagskommentar

Walliser Kanonenschüsse

Vielleicht zerbricht die CVP nicht an ihrer programmatischen Ausrichtung nach der Mitte, die in Zeiten der Polarisierung unattraktiv wird. Vielleicht zerbricht die CVP nicht am Umstand, dass christlich geprägte Parteien nicht mehr ankommen.

Von Andrea Masüger

Vielleicht zerbricht die CVP nicht an einer FDP, die mit ihrem neuen Präsidenten immer mehr auf SVP-Kurs macht und dabei die Gemässigten weiter schwächt. Nein, vielleicht zerbricht die CVP schlicht und einfach an ihrer Walliser Kantonalsektion. Denn diese schmollt gewaltig und hat finstere Drohungen gegen die Mutterpartei ausgestossen.

Es geht um die Revision der nationalen Raumplanung, über die am 3. März abgestimmt wird. Wird die Vorlage angenommen, so müssen überall in der Schweiz zu grosse Bauzonen verkleinert werden. Kantone, welche ihre Hausaufgaben gemacht haben und schon früher eine massvolle Bodenpolitik betrieben haben, müssen nichts befürchten. Das Wallis aber ist das schwarze Schaf, es hat etwa viermal so viel Bauland eingezont, als in den nächsten 15 Jahren voraussichtlich gebraucht werden wird. Walliser Politiker erklären nun diese Abstimmung zur Überlebensübung und setzen andere massiv unter Druck: Sollte die CVP die Ja-Parole zu dieser Vorlage beschliessen, werde die Walliser Sektion aus der Mutterpartei austreten, wurde gedroht. Zwar haben die Delegierten vor einer Woche der Vorlage trotz allem zugestimmt, doch Parteipräsident Christophe Darbellay stellte sich unbesehen seines nationalen Amtes demonstrativ hinter seine Walliser Landsleute. Egal, ob er und seine Partei damit die CVP-Bundesrätin Doris Leuthard, die sich mit Verve für die Vorlage einsetzt, desavouiert hätten. Ein Parteipräsident frontal gegen einen eigenen Bundesrat, das gibt es eigentlich nur bei den Polparteien.

Das Wallis und seine Exponenten reklamieren nationale Solidarität für ihre eigenen Interessen. Schon beim Zweitwohnungsbau war das lautstark zu hören, wobei unschwer auszumachen ist, wo die grössten Sünden passiert sind. Und nun soll auch der Bauland-Hype in diesem Kanton auf Nachsicht und Toleranz stossen, ansonsten man sich in Sezessionsgelüsten suhlt und der eigenen Partei eine veritable Zerreissprobe beschert. Da will ein David Goliath werden.

amasueger [at] suedostschweiz.ch

  • Quelle: Südostschweiz Ausgabe Graubünden
  • Datum: 27.01.2013, 01:00 Uhr
  • Webcode: 2772771
 
 

Die Südostschweiz, Graubünden | Di, 29. Jul 2014 | Front
RSS

Die Vorfreude auf die Geburt ist gross

Zürich. – «Frauen, die an der Gebärmutter operiert werden, können nie wieder auf natürlichem Weg gebären», sagt Martin Meuli. Damit bezieht sich der Kinder- und Fetalchirurg des Kinderspitals Zürich auf die Frauen, deren Kinder einen offenen Rücken haben und vorgeburtlich operiert werden.

mehr...

Mehr Mut zum Widerstand

Widerstand? Nein, danke! In Ausländerfragen haben die Mitteparteien und die FDP spätestens seit der Annahme der Ausschaffungsinitiative kapituliert. Zu gering sind die Erfolgsaussichten gemässigter Positionen, zu gross die Gefahr, sich an der Urne die Finger zu verbrennen.

mehr...

Dublin-System ist der SVP viel zu lasch

Bern. – Der Bündner SVP-Nationalrat Heinz Brand erklärt im Interview mit der «Südostschweiz» die Beweggründe seiner Partei für eine weitere Asylinitiative:

mehr...

50 Milliarden für Ex-Yukos-Aktionäre

Moskau. – Russland soll einer Gruppe ehemaliger Aktionäre des zerschlagenen russischen Ölkonzerns Yukos eine Entschädigung in Rekordhöhe von 50 Milliarden Dollar zahlen.

mehr...

Geld gewaschen wird

Ein Moldawier hat Millionenbeträge gewaschen. In den Fall verwickelt ist ein Geschäftsmann aus Chur. Er will dazu aber nicht Stellung nehmen.

mehr...

Beim HCD herrscht wieder Eiszeit

Noch ehe der Sommer richtig kommt, hat beim HC Davos bereits der Winter begonnen. Gestern Mittag absolvierten die Spieler des Bündner Nationalliga-A-Klubs im Davoser Eispalast ihr erstes Eistraining.

mehr...

Spitäler suchen nach Fachkräften

Chur. – Hoch spezialisiertes Pflegepersonal wird auch in den Bündner Spitälern zunehmend rar. Die Situation sei zwar nicht alarmierend. Es werde aber immer schwieriger, genügend Fachkräfte für die Notfall- und Intensivpflegestationen zu finden, heisst es im Bündner Gesundheitsamt.

mehr...

«Interconti»-Hotel braucht neuen Chef

Davos. – Peter Pedersen, Direktor des Davoser Luxushotels «Intercontinental», verlässt den Betrieb im Spätsommer, um eine andere Position innerhalb der Intercontinental-Hotelgruppe zu übernehmen.

mehr...

Communityticker

Community

Top-Deals

Valser Bergromantik bei einer Zervreila-Wanderung: Berg- und Talfahrt von/nach Vals mit Mittagsteller für 2 Personen
CHF 40.-
CHF 80.-
mehr
Royalbeach Picknick-Kühltasche mit Picknick-Decke inkl. Versand
CHF 49.-
CHF 99.-
mehr
Ausflug mit dem Nostalgiezug Davos-Landwasser für 1 Erwachsener von Davos Platz-Filisur-Bergün und zurück (oder umgekehrt) in der 2. Klasse
CHF 22.-
CHF 44.-
mehr
Südostschweiz Newmedia AG - Die TYPO3 und Drupal Web-Agentur für Ihre professionelle Website