Bern. – Während in ihrer Heimat täglich Menschen getötet werden, fühlen sich die Exil-Syrer in der Schweiz mit ihren Sorgen und Ängsten allein gelassen.
Die Öffentlichkeit, so klagen sie, stehe der Gewalt gleichgültig gegenüber. Sie unterstützen die Revolution in ihrer Heimat, vermissen jedoch die Unterstützung des Westens. In Libyen habe man schneller eingegriffen, lautet ihr Vorwurf.
Auch die Schweiz könne mehr tun, meinen die Exil-Syrer und fordern den Bundesrat auf, endlich tätig zu werden. Sie kritisieren insbesondere, dass nur ein Teil der auf Schweizer Banken lagernden syrischen Vermögen gesperrt worden sei. Geldwäschereiexperten vermuten allerdings, dass der Clan des syrischen Staatschefs Baschar el Assad den Grossteil seiner Gelder bereits aus der Schweiz abgezogen habe. (ser)