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Vals und Obersaxen öffnen das Feld

Lange war gerungen worden um den Skipass Surselva, mit dem Inhaber von Saisonabos der Surselva auch alle anderen Skigebiete der Region benutzen konnten.

Von Reto Furter

Und nun, da es den Skipass Surselva gibt, werde er – sagen die Kritiker – unterlaufen von den Sportbahnen Vals und den Bergbahnen Obersaxen Mundaun mit neuen Sonderangeboten, die sich an Besitzer von Saisonabonnements der Surselva und der restlichen Welt richten.

Ob die Aktionen in Vals und Obersaxen den Skipass Surselva unterlaufen oder nicht, ist eine Frage, die nicht zu beantworten ist. Vals und Obersaxen haben eine Nische gefunden, um möglicherweise zusätzliche Gäste in ihr Skigebiet zu holen. Hinter dem Streit stecken wirtschaftliche Überlegungen. Vielleicht verbirgt sich dahinter aber mehr, als sich derzeit ablesen lässt: ein Trend, wie Wintersport zukünftig funktionieren könnte.

Beim Telefonieren ist der Trend klar: Flatrate. Wer ein Handy-Abo hat, kauft sich das Recht, zu telefonieren, so viel er will, und das zu einem Fixpreis. Das Gegenteil ist derzeit interessanterweise im Verkehrsbereich zu sehen. Angesagt ist dort Kostenwahrheit: Wer fährt, soll nicht nur seine gefahrenen Kilometer bezahlen, sondern auch die externen Kosten. Wer mehr fährt, zahlt mehr. Generalabonnemente kommen in Bedrängnis, weil sie zu billig sind.

Und bei den Bergbahnen? Was der Kunde, will, ist nicht klar. Ein Patentrezept hat noch niemand gefunden. Undenkbar ist aber nicht, dass auch dort am Schluss eine Bündner Flatrate resultiert – oder kostendeckende Preise für Tages- oder Saisonkarten.

rfurter@suedostschweiz.ch

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