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Truppen in Mali stehen vor den Toren Timbuktus

Mit gesprengten Brücken wollen die Islamisten den Vormarsch der malisch-französischen Militäroffensive stoppen. Doch diese verzeichnet weitere Erfolge im Norden des Landes:

Die Truppen standen gestern offenbar kurz vor dem Einmarsch in die Wüstenstadt Timbuktu. Ein Augenzeuge erklärte am Mittag, ein Konvoi aus Hunderten Fahrzeugen bewege sich vom nahe gelegenen Ort Lere aus auf die Weltkulturerbe-Stadt Timbuktu zu. «Unsere Truppen haben versprochen, dass sie heute Abend in Timbuktu schlafen gehen werden», sagte ein Soldat.

Die Islamisten zogen sich offenbar zurück, Timbuktu sei wie ausgestorben. Mit den Aufständischen hätten auch viele Einwohner die berühmte Stadt verlassen, sagte ein Vertreter der Stadtverwaltung. Seit Tagen gebe es keinen Strom und kein Trinkwasser mehr.

Extremisten hatten nach ihrer Eroberung des Nordens im März 2012 eine strenge Auslegung der Scharia in der Region eingeführt und bereits mehrere von der Unesco geschützte Heiligtümer in Timbuktu zerstört. Die legendäre Stadt beherbergt in 60 Bibliotheken auch die grösste Handschriftensammlung Westafrikas. (sda)