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Tourist-Info Rapperswil-Jona zählt Touristen – und will mehr

Schätzungen sind dem Vekehrsverein Rapperswil-Jona nicht mehr genug. Deshalb werden die Besucher der Tourist Information seit April gezählt. Bis zu 950 sind es pro Tag. Obwohl der Sommer noch nicht einmal richtig in Fahrt ist.

Von Willi Meissner

Rapperswil-Jona. – Klein, schwarz und unscheinbar hängt der Touristenzähler an der Tür der Tourist Information in Rapperswil-Jona. Die Lichtschranke zählt seit April jeden Besucher, der mehr über die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten erfahren will.

Einen ersten Rekord gibt es schon. 950 Besucher strömten an Auffahrt über den Fischmarktplatz an den Info- Tresen – knapp 120 pro Stunde. Am letzten Wochenende waren es immerhin 700 pro Tag. «Das hat uns doch sehr überrascht», sagt Geschäftsführerin Alexandra Meile. Denn das Wetter sei noch nicht über längere Zeit besonders sommerlich gewesen.

Im Schnitt laufen seit April 400 Besucher pro Tag ein. Ein Beispiel: Die Tourist Information am stark frequentierten Hauptbahnhof in Zürich müsse pro Tag rund 600 Besucher informieren, so Meile. Dass die Differenz nicht höher sei, finde sie erfreulich für Rapperswil-Jona. Es zeige nun auch in Zahlen und nicht mehr nur über den Daumen gepeilt, dass die Stadt bei Touristen sehr beliebt sei.

Neben den alljährlichen Dauerbrennern Schloss, Kinderzoo, Schifffahrten und Altstadtführungen sei heuer vor allem die Insel Lützelau gefragt. «Dieses Jahr gibt es spezielle Angebote für den Besuch der Insel», sagt Meile. Zudem habe die Übernahme durch neue Pächter die Insel spürbar belebt.

Besucherzentrum in Planung

Der Verkehrsverein will künftig noch mehr Menschen nach Rapperswil-Jona locken. Derzeit werde etwa ein Plan für ein Besucherzentrum über der Tourist Information geschmiedet. «Das wäre eine lässige Chance, den noch verfügbaren Platz zu nutzen», sagt Meile.

Ob das Besucherzentrum Realität werde, sei zwar «sehr abhängig von den Kosten». Ideen gäbe es aber schon dafür. Etwa eine interaktive Karte der Stadt sowie einige Internetterminals für Besucher.

Hingegen fast fertig ist die neue Website des Verkehrsvereins. Die soll Ende Juli online gehen. Die «Südostschweiz» durfte schon einmal einen ersten Blick darauf werfen. Die Übersetzung ins Englische ist für Anfang nächstes Jahr geplant.

Der Ersteindruck fällt gut aus. Die angestaubte Präsentation der aktuellen Website weicht einem modernen Design. Grosse Panorama-Schnappschüsse der Stadt und gut strukturierte Informationen machen Lust auf mehr. Zudem können Besucher neu direkt online Hotelzimmer buchen.

«Die Reservation übers Internet wird immer wichtiger», sagt Meile. Ein grosser Teil der Touristen informiere sich bereits vor der Reise online und entscheide sich häufig spontan für Übernachtungen. «Je besser der Eindruck online ausfällt, desto grösser die Chance, dass Rapperswil-Jona das Ziel ist.»

Diese Chance soll durch eine weitere Neuerung erhöht werden. Der Verkehrsverein will enger mit Zürichsee Tourismus zusammenarbeiten. So werden neu auch Sehenswürdigkeiten der Stadt zusammen mit weiteren Zielen um den Zürichsee auf der Website von Zürichsee Tourismus gezeigt und verlinkt.

Ein Rosenpark für die Rosenstadt

Eine dieser Sehenswürdigkeiten könnte in Zukunft auch ein weiterer Rosenpark für die Rosenstadt werden. Drei Rosengärten gibt es bereits in der Rapperswiler Altstadt. «Ein Student der HSR beschäftigt sich gerade in einer Studienarbeit mit einem neuen Projekt», sagt Meile.

Die ursprüngliche Idee eines Seerosengartens habe man zwar verworfen. «Für Seerosen müsste das Wasser still- stehen, das ist im Zürichsee nicht möglich», erlärt Meile. Die Parkidee werde aber weiter verfolgt. Wo der Park entstehen und wie er genau aussehen soll, sei aber noch nicht klar.

www.vvrj.ch

  • Quelle: Südostschweiz Ausgabe Gaster/See
  • Datum: 14.07.2012, 00:00 Uhr
  • Webcode: 2461896
 
 

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