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Selbstverteidigung soll an der Oberstufe obligatorisch werden

Die CVP des Kantons Glarus schlägt vor zurückzuschlagen: In einem Postulat fordert sie Selbstverteidigungskurse für Oberstufenschüler.

Glarus. – «Für unsere Jugendlichen ist es wichtig, sich zum Beispiel am Bahnhof, an einem Sportanlass oder auch an der Chilbi ohne Angst bewegen zu können.» Das schreibt Fredo Landolt, Präsident der Glarner Land- ratsfraktion, in seiner Begründung zum Postulat, das die CVP/CSP dem Regierungsrat überweisen möchte.

«Keine Schläger ausbilden»

Im Postulat fordert die CVP, dass Schülerinnen und Schüler im ganzen Glarnerland in ihrem letzten Schuljahr als Obligatorium in Selbstverteidigung geschult werden. «Es ist wichtig, dass keine Schläger ausgebildet werden», wird dazu betont, aber Jugendliche sollen sich «in kritischen Situationen zu helfen wissen.»

«Kein Auftrag der Schule»

Auf wenig Gegenliebe stösst das Postulat beim Lehrerverband des Kantons Glarus. Ihr Co-Präsident Samuel Zingg findet Selbstverteidigungskurse grundsätzlich zwar «etwas Gutes». «Ist das wirklich der Auftrag der Schule?», fragt er sich aber und antwortet darauf gleich selbst: «Klar nein.» Zudem werde an Glarner Schulen schon viel gegen Gewalt und für eine gute Konfliktbewältigung unternommen, findet Zingg weiter. Kontrovers diskutiert wird das Postulat auf der Redaktion der «Südostschweiz». (mar)

  • Quelle: Südostschweiz Ausgabe Glarus
  • Datum: 05.02.2012, 01:00 Uhr
  • Webcode: 1351226
 

Die Südostschweiz, Glarus | Mi, 23. May 2012 | Front
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