Brüssel/Athen. – Das in der Nacht auf gestern in Brüssel geschnürte zweite Rettungspaket für Griechenland verschafft dem hoch verschuldeten Staat Zeit, um seine Finanzlage zu verbessern.
Erreicht wurde dies unter anderem durch einen Verzicht der privaten Gläubiger auf 53,5 Prozent ihrer Guthaben. Das 130-Milliarden-Euro-Paket soll es Athen ermöglichen, seine Verschuldung bis 2020 von derzeit 160 auf gut 120 Prozent des Bruttoinlandprodukts zu senken. Auch sollte Griechenland so bis 2014 nicht mehr darauf angewiesen sein, Geld zu hohen Zinsen auf den Finanzmärkten aufzutreiben. Der Staatsbankrott ist damit zwar einmal mehr abgewendet, saniert ist Griechenland aber noch lange nicht. Gefordert ist nun vor allem die griechische Bevölkerung, die weitere Sparopfer wird bringen müssen. (so)