Am Montag diskutierten auf zwei Podien des Forums Bildung Lehrpersonen, Schulleitungen und Ausbildungsverantwortliche in Lehrbetrieben mit Vertretern der Bildungspolitik sowie der Lehrerbildung über die Frage nach der passenden Schule.
Für Diskussionsstoff sorgte vor allem die Frage nach den Fremdsprachen und die Forderung der Wirtschaft, Englisch als erste Fremdsprache einzuführen. «Es ist völlig unvernünftig, jetzt schon wieder eine Änderung bei den Fremdsprachen vorzunehmen», erläuterte Bildungsdirektor Martin Jäger. Unvernünftig sei es nicht nur wegen der besonderen Sprachensituation im Kanton, sondern auch weil der Kanton mehrere Millionen Franken in die Ausbildung der Lehrpersonen auf das Bündner Sprachenkonzept investiert habe, und eine Veränderung würde auch eine Umschulung der Lehrpersonen bedeuten. «Ausserdem kann die Bündner Schule nicht einfach die Deutschbündner Schulen auf Schulen der Nachbarkantone wie beispielsweise St. Gallen ausrichten und die Bedürfnisse der Romanen und Italienischbündner aussen vor lassen.»
Viel wurde auch über die Totalrevision des Schulgesetzes diskutiert, und Sandra Locher Benguerel, Präsidentin der Kommission für Bildung und Kultur, machte sich für den Kommissionsentwurf stark: «Wir haben noch nicht das optimale Ergebnis, aber mit diesem Schulgesetz legen wir das richtige Fundament, worauf wir aufbauen können.» (bun)