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Indiskretion ärgert Bündner Politiker

Die Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Grossen Rates hat Regierung und Verwaltung in Sachen Verkauf der Valser Therme vor Wochenfrist einen Blankocheck ausgestellt – den Untersuchungsbericht aber nicht veröffentlicht.

Whistleblower muss mit Anzeige rechnen

Dieser, im Wesentlichen von der Finanzkontrolle verfasst, also quasi in eigener Sache erstellt, fand gestern den Weg ins «Bündner Tagblatt». Wirklich Neues findet sich darin nicht. Kritik am damaligen Regierungsrat und heutigen Ständerat Martin Schmid, der mit Vals-Investor Remo Stoffel befreundet ist, und den involvierten Ämtern wird nicht geäussert. GPK-Präsident Cristiano Pedrini sagte gestern auf Anfrage: «Wir haben nichts zu verstecken.»

Warum also die Geheimniskrämerei? Darauf hat der BDP-Grossrat keine Antwort. Klar ist: Die GPK wird entscheiden, ob sie gegen den Urheber der Indiskretion eine Anzeige wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses einreicht. Der Kreis der Verdächtigen dürfte nicht allzu gross sein. Pedrini schliesst zu «99 Prozent» aus, dass eines der 13 Mitglieder den Bericht herausgegeben hat.

Der Vorfall ist ein weiterer Beleg für die zunehmende Entfremdung zwischen Politik und Volk in Graubünden. Wie eine Analyse zeigt, pfeifen die Stimmbürger Regierung und Parlament immer häufiger zurück. (so)

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