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Hotelumbau, Mehrzweckhalle: Die 7132 AG macht Ernst

Es läuft etwas in und um Remo Stoffels Valser Thermehotel. Ende März startet die 7132 AG ein grosses Umbauprojekt, und an Architekturstar Tadao Andos «Valser Garten» wird ebenso geplant wie an der versprochenen Mehrzweckhalle fürs Dorf.

Von Jano Felice Pajarola

Vals. – Die Baubewilligung ist erteilt, in knapp drei Monaten sollen die Arbeiten beginnen: 18 bis 20 Millionen Franken steckt die 7132 AG heuer in ihr Thermehotel in Vals, wie Pius Truffer als Delegierter des Verwaltungs-rates bestätigt. «Es geht um Sachen, die dringend gemacht werden müssen», so Truffer. Unter anderem werden verschiedene Zimmer umgebaut, die Küche saniert, Dutzende Nasszellen werden erneuert, der Speisesaal wird neu designt. Als Architekt mit dabei ist der Japaner Kengo Kuma, der Büros in Tokio und Paris betreibt; er wird vor allem im Innenbereich des Hotels neue Akzente setzen.

Ausführen wird die Arbeiten Remo Stoffels Generalunternehmen Priora, und Stoffel bringt gemäss Truffer auch die finanziellen Mittel für den Umbau. «Überhaupt werden wir bei der Finanzierung unserer Projekte andere Wege gehen, als sie heute im Tourismus üblich sind», betont Truffer. «Wir wollen ohne den Verkauf von Appartements oder Zimmern auskommen.» Details dazu könne er aber im Moment noch nicht bekannt geben.

Zusätzlich zu den nun anstehenden 18 bis 20 Millionen Franken soll Stoffel seit der Übernahme der Thermehotel-Aktien notabene bereits einiges Geld in Vals investiert haben: Die Rede ist von 15 Millionen für Land- und Immobilienkäufe, Infrastrukturaus-gaben, Defizitabdeckungen und anderes mehr.

Für vier Monate geschlossen

Während der Bauphase ab Ende März werden Hotel und Therme laut Truffer für gut vier Monate geschlossen sein. Die Wiedereröffnung ist Anfang August vorgesehen. Bereits vorher hofft die 7132 AG, genauer über ein anderes Vorhaben orientieren zu können: den «Valser Garten» oder «Valser Weg», so die Arbeitstitel des Projekts mit Architekt Tadao Ando aus Japan (Ausgaben vom 20. und 29. September). Ein erster Entwurf mit zwei Seen, mit Wegen, Ruheplätzen und einer Parkanlage soll vorliegen, und wie Truffer sagt, ist als Nächstes ein Meeting in Japan geplant.

Was vor der allfälligen Realisierung eines Tadao-Ando-Projekts allerdings geklärt werden muss, ist der Hochwasserschutz im fraglichen Gebiet neben dem Valser Rhein. «Zum Teil befindet sich das Areal in der Gefahrenzone», so Truffer. «Die Zonenplanung ist derzeit bei Gemeinde und Kanton in Überarbeitung.»

Halle wohl nicht betroffen

Ebenfalls in der Ebene geplant ist die Mehrzweckhalle, die Stoffel den Valserinnen und Valsern in Zusammenhang mit seinem Kaufangebot für das Thermehotel mitzufinanzieren offeriert hat. «Wir gehen aber davon aus, dass die Gefahrenzone die Halle nicht betrifft», erklärt Truffer. Eine kommunale Kommission habe inzwischen die Bedürfnisse des Dorfes zusammengetragen, und es bestehe weitgehend ein Konsens darüber, was im Projekt realisiert werden solle. «Bei den Hotelbedürfnissen haben wir sogar eher zurückbuchstabiert», beteuert Truffer. «Die Halle hat jedenfalls erste Priorität. Es geht dabei auch um eine Attraktivitätssteigerung für Vals als Wohn- und Arbeitsort, und dafür ist es höchste Zeit.» Bis im März 2015 muss das Vorhaben entscheidungsreif sein. Die Verträge mit Stoffel sehen vor, dass die Gemeinde bis dann entscheiden muss, ob sie sich mit ihren sechs Millionen Franken aus dem Thermehotel-Verkauf am Hallenbau beteiligt. Stoffel seinerseits will ebenfalls sechs Millionen beisteuern.

In der Vorbereitungsphase befindet sich gegenwärtig der von Stoffel angekündigte Hotelneubau für die Therme. Er könnte im Bereich zwischen den Häusern Selva und Zerfreila entstehen. «Da geht es in Richtung Architekturwettbewerb», sagt Truffer. Bis Ende Jahr soll zudem die Felsentherme in eine Stiftung überführt sein.

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