Im Seilziehen um die berühmte Therme in Vals hat gestern eine Gruppe Einheimischer ein Kaufangebot angekündigt. Beteiligt ist der ehemalige Verwaltungsratspräsident der Therme, Pius Truffer.
Damit wetteifern nun drei Parteien um das Bad (im BT).
Die Therme und das Hotel sind im Besitze der Gemeinde. Sie kann notwendige Millioneninvestitionen in die Infrastruktur nicht aufbringen und will die Anlage verkaufen – mit der Auflage, dass in beträchtlichem Umfang investiert wird. «Die Therme ist unverkäuflich und wird in eine öffentlich-rechtliche Stiftung übergehen», schreibt die Valser Gruppe. Nur das Hotel werde verkauft. Ob die Valser das Hotel selber zu kaufen beabsichtigen oder ob sie einen Käufer präsentieren werden, wollen sie kommenden Freitag klarstellen. Die Gruppe stellt in Aussicht, dass für das Hotel ein «Vielfaches» der bisherigen Angebote bezahlt werde. Weiter werde ein Käufer rund 50 Millionen Franken in einen Hotelneubau mit einer «Architektur von Weltruf» investieren. Auch in zurückgestellte Infrastrukturprojekte der Gemeinde sollen Gelder fliessen.
Angebote abgegeben haben auch eine Gruppierung rund um den Therme-Architekten Peter Zumthor sowie der Immobilienunternehmer und gebürtige Valser Remo Stoffel. (sda)