Der Kantonsrat möchte die regionale Schulaufsicht abschaffen. Neu soll es nur noch Rekursstellen geben.
Von Nicole Bruhin
St. Gallen/Rapperswil-Jona. – Wenn Eltern mit Entscheidungen der Schulbehörde nicht einverstanden sind, können sie Rekurs einlegen. Bisher war dafür die Regionale Schulaufsicht (RSA) in Kaltbrunn zuständig.
Im ganzen Kanton gibt es heute acht solcher Schulaufsichtsstellen. Neu möchte der Kantonsrat diese abschaffen und durch vier Rekursstellen ersetzen.
Dabei würden sich fünf Mitglieder der Anliegen der Eltern annehmen. Eine Stelle könnte im Linthgebiet, laut Anfrage bei FDP-Kantonsrätin Imelda Stadler, möglicherweise neu in Rapperswil-Jona stehen.
«Es würde durchaus Sinn machen, diese in der grössten Schulgemeinde der Region aufzubauen», findet Stadler.
Zu wenig Rekursfälle im Kanton
Im Kanton St. Gallen werden jährlich rund 120 Schulrekurse bei der Regionalen Schulaufsicht eingereicht. Dies sei schlicht zu wenig, um weiterhin in allen Wahlkreisen eine Aufsicht zu betreiben, meint Stadler.
Deshalb sei eine Verschlankung der Strukturen notwendig. «Die neuen Stellen müssen deshalb soweit es geht kostenneutral betrieben werden», sagt Stadler. Angesichts der finanziellen Situation des Kantons sei dies sehr wichtig.