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Die Seegfrörni 1963 verzückte die Region

Eisiges Jubiläum: Genau heute vor 50 Jahren fiel am Obersee der Startschuss zur letzten kompletten Zürichsee-Gfrörni. Das Naturspektakel war in der Region das Ereignis des Jahres.

Von Roland Lieberherr

Wer damals selbst vor Ort war, vergisst die Eindrücke wohl nie: Die letzte totale Seegfrörni 1963 hat die Menschen im Linthgebiet auf besondere Weise bewegt. Zehntausende spazierten, kurvten, rutschten oder fuhren ab dem 27. Januar 1963 auf einer dicken Eisdecke über den Obersee und genossen das seltene Ereignis.

Ein fast 40-tägiges Volksfest

Fast täglich gaben die Behörden weitere Passagen frei, am 1. Februar durften auch die Stadtzürcher das weisse «Neuland» betreten, das – mit einem Unterbruch – bis zum 8. März anhielt. Über einen Monat lang herrschte auf dem zugefrorenen See trotz eisiger Kälte (teils bis -30 Grad) eine herzerwärmende Volksfeststimmung.

Zum 50-Jahr-Jubiläum blickt die «Südostschweiz» auf das bewegende Naturschauspiel zurück: Zeitzeugen plaudern aus dem Nähkästchen, alte Zeitungsausschnitte überliefern heitere Anekdoten und Wetterexperten zweifeln, ob es künftig überhaupt je wieder eine komplette Seegfrörni geben wird.