Damaskus. – In Syrien haben die verbliebenen UNO-Beobachter mit dem Rückzug aus dem Land begonnen. Die Beobachtermission endet nach einer Entscheidung des Weltsicherheitsrats im Laufe des heutigen Tages.
UNO-Sprecherin Juliette Touma sagte, die noch rund 100 verbliebenen Beobachter der 300 Mann starken Mannschaft würden innerhalb der nächsten Stunden das Land verlassen. Der UNO-Sicherheitsrat hatte angesichts der gescheiterten internationalen Bemühungen um eine Eindämmung der Gewalt in Syrien das Ende der Beobachtermission beschlossen. (sda)
Kairo. – Der ägyptische Präsident Mohammed Mursi wird nach Angaben eines Mitarbeiters Ende Monat am Gipfeltreffen der Blockfreien Staaten in Teheran teilnehmen. Es wäre der erste Besuch dieser Art seit Jahrzehnten. Der Iran hatte seine Beziehungen mit Ägypten 1979 – dem Jahr der Islamischen Revolution im Iran und des Friedensvertrags zwischen Ägypten und Israel – auf Eis gelegt. Allerdings hatte der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad vor einigen Wochen auf seiner Homepage mitgeteilt, er habe mit Mursi gesprochen und ihn persönlich eingeladen. (sda)
Berlin. – Mehr als 1000 Menschen haben gestern in Berlin friedlich gegen die rechtspopulistische Splitterpartei Pro Deutschland demonstriert. Zu grösseren Zwischenfällen kam es bei insgesamt drei Kundgebungen vor verschiedenen Moscheen nicht. Im Stadtteil Neukölln warfen einzelne Teilnehmer Flaschen und Farbeier auf die Islam-Gegner. Die Anhänger von Pro Deutschland hielten Mohammed-Karikaturen hoch und zeigten Schilder mit durchgestrichenen Moscheen. Die Gegendemonstranten skandierten lautstark «Nazis raus!». (sda)