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Als Erstes die Mehrzweckhalle

Nach dem Bundesgerichtsentscheid zur Therme kann die Gemeinde Vals nun die Planungsgrundlagen für neue Bauten vorantreiben. Und dann liegt der Ball bei Remo Stoffel.

«Die Therme Vals gehört endgültig Remo Stoffel»: Auf diesen Nenner, der in den gestrigen Medien auch zur Schlagzeile wurde, kann der Bundesgerichtsentscheid bezüglich dem Verkauf der Therme-Aktien der Gemeinde an den Unternehmer Remo Stoffel gebracht werden. Er habe mit diesem Urteil gerechnet, sei aber dennoch erleichtert und auch sehr erfreut, sagte Stoffel gestern gegenüber dem BT: «Mit diesem Entscheid werden jene Kräfte unterstützt, die in Vals vorwärts schauen.» Das Bundesgericht habe mit seinem Urteil auch bestätigt, dass das Vertrauen, das die Mehrheit der Stimmberechtigten in ihn gesetzt habe, gerechtfertigt sei. Nun will Stoffel auch den Tatbeweis antreten. Der Fahrplan stehe aber noch aus. Auch wenn einige planerische Vorarbeiten geleistet werden konnten, habe halt doch das Urteil abgewartet werden müssen.

Post wird Stoffel schon bald wieder bekommen, diesmal aber nicht aus Lausanne, sondern aus Vals. Die Gemeinde hat für die von ihm im Zusammenhang mit dem Aktienkauf versprochene Mehrzweckhalle ein Projektpapier zusammengestellt, in dem die Bedürfnisse der Ortsvereine auf einer Prioritätenliste aufgeführt sind. Dies gab gestern Gemeindepräsident Stefan Schmid bekannt. Das Dossier werde dem Verwaltungsrat der Stoffelpart AG als Käuferin der Therme-Aktien zugestellt. Schmid geht davon aus, dass dieser «Wunschkatalog» Grundlage für die bevorstehenden Gespräche bilden wird.

Konkret hatte Stoffel versprochen, der Gemeinde Vals an den Bau einer Mehrzweckhalle sechs Millionen Franken beizusteuern, sofern die Gemeinde Vals für das Vorhaben mindestens die gleiche Summe aufbringt. Sollte dabei keine Einigung zustande kommen, bekäme die Gemeinde von Stoffel die sechs Millionen Franken auch so, ohne jegliche Einschränkung. «Für uns ist aber klar, dass wir die Mehrzweckhalle wollen», so Schmid. Das Bedürfnis sei ausgewiesen und ideal wäre es, wenn das Gebäude auf dem gleichen Areal («Im Boda») erstellt würde, wo auch Stoffel für die Therme Erweiterungsbauten plant.

Synergien gäbe nicht nur bei Parkplätzen und Garderoben, sondern bereits bei den jetzt in die Wege geleiteten zonenplanerischen Arbeiten. Vorgespräche hätten bereits stattgefunden, so dass jetzt «relativ schnell» die nächsten Planungsschritte eingeleitet werden könne, führte der Gemeindepräsident weiter aus: «Bis zum Baubeginn ist es aber noch ein weiter Weg.»

Die «Wunschliste» für die Mehrzweckhalle ist mit den Vereinen erarbeitet worden. Alle wurden angeschrieben und konnten ihre Wünsche anbringen. Aus Vertretern der Vereine sei dann eine Kerngruppe gebildet worden, welche dann die Prioritätenliste zusammen gestellt habe. Für die Valser Exekutive (Gemeinderat) sei klar, dass die Mehrzweckhalle nun vorangetrieben werden müsse. Es gebe keine Anzeichen, dass dies die Besitzer der Therme anders sehen würden, so Schmid. Christian Buxhofer

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