Wird Graubünden bald zum «Steuerparadies»?

In Graubünden sollen die Steuern massiv gesenkt werden. Finanzieren will man das mit der Besteuerung von unvermieteten Zweitwohnungen.

Peder Plaz vom Wirtschaftsforum Graubünden.

Chur. – Das Wirtschaftsforum Graubünden macht einen politisch brisanten Vorschlag: Zweitwohnungen, die nicht während mindestens 80 Tagen von den Eignern genutzt oder vermietet werden, sollen künftig besteuert werden. Die daraus resultierenden Einnahmen von rund 200 Millionen Franken bleiben nicht einfach in der Staatskasse. Sie werden in Form von Steuererleichterungen direkt an die einheimische Bevölkerung weiter gegeben. Das Bündner Steuerniveau dürfte sich dann laut einer Prognose des Wirtschaftsforums auf jenem der Schweizer «Steuerparadiese» Zug und Schwyz bewegen.

Einnahmen von rund 50 Millionen

Der gestern veröffentlichte Katalog der «Denkfabrik der Wirtschaft» enthält ferner einen Vorschlag für eine Reform der Kraftwerksbesteuerung. Neu sollen die Partnerwerke anhand der Preise besteuert werden, die sie auf dem Strommarkt erzielen. Das würde dem Kanton Einnahmen von rund 50 Millionen Franken bringen. (mo)

Mehr in der «Südostschweiz» vom Freitag.

  • Quelle: suedostschweiz.ch
  • Datum: 26.08.2011, 06:30 Uhr
  • Webcode: 1248767

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