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Wie gehts weiter mit dem Grosssägewerk in Domat/Ems?

In Sachen Sägerei in Domat/Ems ist weiterhin Geduld gefragt. Der Kanton hofft auf eine Wiederinbetriebnahme gemäss neuem Konzept. Noch scheint aber alles offen zu sein.

Die Zukunft der stillgelegten Grosssägerei in Domat/Ems ist weiter offen.
Die Zukunft der stillgelegten Grosssägerei in Domat/Ems ist weiter offen.

Domat/Ems. – Der Bündner Regierung ist verhalten zuversichtlich, dass auf dem Areal der Grosssägerei in Domat/Ems dereinst wieder Holz verarbeitet wird – wenn auch in deutlich kleinerem Volumen als vor anderthalb Jahren. Dies geht aus ihrer Antwort auf eine Anfrage von SP-Grossrat Christoph Jaag (Schiers) hervor, wie das «Bündner Tagblatt» schreibt.

Der Eindruck, dass die Firma Pfeifer, welche das Areal im September 2011 ersteigert hat, keine konkreten Schritte zur Wiederinbetriebnahme der Sägerei unternommen habe, trüge, betont die Regierung. Vertreter des Kantons und der Waldwirtschaft hätten vielmehr feststellen können, dass hinter den Kulissen intensiv gearbeitet werde. So hätten auch Gespräche zwischen der Holzmarktkommission Graubünden und Vertretern der Ostschweizer Waldeigentümer zum Thema Rundholzpotenzial und Rundholzversorgung stattgefunden. Auch sei bekannt geworden, dass die Firma Pfeifer derzeit ihre Absatzmärkte intensiv untersuche.

Holznutzung dürfte zurückgehen

Aktiv ist aber auch der Kanton. So wurde einiges unternommen, um die Rundholzbeschaffung zugunsten eines Grosssägewerks zu verbessern und zu optimieren. Zudem möchte der Kanton die Holzmarktkommission Graubünden in ihrer Arbeit weiterhin unterstützen. Weitere konkrete Massnahmen auf Stufe Kanton könnten aber erst in Betracht gezogen werden, wenn das Konzept der Firma Pfeifer bekannt sei.

Solange die Maschinen in Domat/Ems still stehen, geht die Regierung davon aus, dass die Holzpreise auf dem «aktuell tiefen Niveau» stagnieren: «Das Sägewerk in Domat/Ems hatte eine preisstützende Wirkung, die direkt den Waldeigentümern zugute kam.» Die Waldeigentümer – also grossmehrheitlich die Gemeinden – müssen bereits heute neue Absatzkanäle erschliessen und froh sein, wenn ihr Holz zu tragbaren Preisen abgenommen wird: «Unter solchen Umständen ist zu befürchten, dass die Nutzungen deutlich zurückgehen werden», heisst es in der regierungsrätlichen Antwort weiter. Eine weitere Verzögerung könnte aber auch dem Image der Firma Pfeifer schaden. (so)

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