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Walker-Tönz wird im Fall Therme nicht gehört

Sie ist eine zentrale Figur in der Geschichte um den Verkauf der Therme Vals: die ehemalige Gemeindepräsidentin Margrit Walker-Tönz. Doch von der GPK des Grossen Rats wurde sie bislang nicht befragt.

Die ehemalige Valser Gemeindepräsidentin Margrit Walker-Tönz.

Vals/Chur. – In der ersten Regierungssitzung nach dem Sommerferien hätte er behandelt werden sollen: der Bericht der Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Grossen Rats zur Rolle des Kantons beim Verkauf der Hotel und Thermalbad Vals AG. Die Regierung hätte zur Untersuchung Stellung nehmen sollen.

Aber es kam anders, wie die zuständige Departementsvorsteherin Barbara Janom Steiner einen Bericht der Sendung «Schweiz aktuell» vom Mittwoch bestätigt: Vincent Augustin, Anwalt der Beschwerdeführer gegen den Therme-Verkauf, gelangte am Tag vor der Sitzung mit einer Eingabe an die Regierung und bat um Aufschub der regierungsrätlichen Stellungnahme.

Janom Steiner will saubere Abklärung

Man müsse sich noch vertiefter mit der Angelegenheit befassen, und zwar durch Anhörung der früheren Valser Gemeindepräsidentin Margrit Walker-Tönz, die als «die einzig wirklich informierte Person» gerade betreffend die Rolle des Kantons bei der Aufgleisung des Verkaufs gelte. Sie könne auch wichtige Dokumente präsentieren. Die GPK hatte Walker-Tönz nicht befragt.

Laut Janom Steiner hat die Regierung die GPK nun ersucht, den Inhalt von Augustins Schreiben zu begutachten. Äussern werde sich die Regierung, so bald die aufgeworfenen Fragen einer Prüfung unterzogen worden seien. Sie selbst, so Janom Steiner, habe «alles Interesse daran, dass die Sache sauber und gründlich abgeklärt wird». Die GPK wiederum hat in der Folge beschlossen, die in Aussicht gestellten Dokumente einzufordern, wie deren Präsidentin Tina Gartmann-Albin zu «Schweiz aktuell» sagte.

Schlüsselfigur wäre aussagebereit

Weshalb Walker-Tönz nicht befragt wurde, wollte Gartmann-Albin nicht verraten, das sei ein Kommissionsentscheid. Walker-Tönz selbst betont gegenüber der «Südostschweiz», sie habe versucht, sich vom Valser Gemeinderat von ihrem Amtsgeheimnis entbinden zu lassen. Dieser habe ihr geantwortet, darüber könne «erst nach Kenntnis der fraglichen Akten» entschieden werden – diese müssten also über den Tisch des Vorstands.

Walker-Tönz hält fest, sie habe der GPK immer Kommunikationsbereitschaft signalisiert. «Auf allfällige Fragen bin ich im Rahmen meiner Möglichkeiten gern bereit, Auskunft zu geben», formuliert sie diplomatisch.

Eine Stimmrechtsbeschwerde hat notabene die Gemeinde Vals am Hals, wie Miturheber Peter Schmid einen Bericht von Radiotelevisiun Ruman­tscha bestätigt: gegen die Genehmigung der Rechnung 2012 an der Gemeindeversammlung Ende Mai («suedostschweiz.ch» berichtete). Die Therme ist darin trotz des Verkaufs immer noch als Gemeindebesitz aufgeführt. (jfp)

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