USA verhandeln mit Ex-UBS-Angestllten

Die amerikanische Staatsanwaltschaft hat in der Libor-Affäre einem Medienbericht zufolge einen Deal mit Ex-Angestellten der UBS geschlossen. Kooperieren diese bei den Ermittlungen zu Manipulationen des Interbankenzinses, sollen sie vor Strafverfolgung verschont bleiben.

Eine UBS-FIliale in New York.

Bild: Keystone

New York. – Allerdings hätten die betreffenden ehemaligen Mitarbeiter der Schweizer Grossbank allerdings relativ tiefe Posten in der Bankhierarchie besetzt, schrieb das «Wall Street Journal» (WSJ) in ihrer europäischen Ausgabe vom Donnerstag.

Von den Bankmitarbeitenden, die an der mutmasslichen Manipulation des Libor beteiligt gewesen sein sollten, würden derzeit nur wenige für die UBS arbeiten, zitiert das WSJ eine «den Ermittlungen nahestehende Quelle». Im Rahmen ihrer eigenen Abklärungen zur Libor-Affäre habe die UBS rund 20 Händler und Führungskräfte entlassen, hiess es weiter.

Das Vorgehen der US-amerikanischen Strafermittler wird im Wirtschaftsblatt als Zeichen dafür gewertet, dass das Justizdepartement versucht, rangtiefere Angestellten gegen die Drahtzieher der angeblichen Manipulation aufzuwiegeln. Das US-Justizministerium äusserte sich nicht dazu.

Ende Juli hatte die UBS selbst mitgeteilt, sie sei bei ihrer internen Untersuchung auf keine Elemente gestossen, die eine Verwicklung der Bank in den Zinsskandal beweisen würden. Gleichzeitig hatte die UBS nochmals betont, sie werde in dieser Angelegenheit weiterhin mit den Behörden kooperieren.

Gemäss einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Dokument wird die UBS von den Ermittlungsbehörden jedoch verdächtigt, neben den britischen Banken Barclays und Royal Bank of Scotland eine zentrale Rolle bei den zwischen 2005 und 2009 angefallenen Libor- und Euribor-Manipulationen gespielt zu haben.

Barclays hat Ende Juni einem Vergleich zugestimmt, um ein Ende der Ermittlungen gegen die Bank durch die amerikanischen und britischen Behörden zu erwirken. Dafür hat Barclays 290 Millionen britische Pfund (umgerechnet rund 445 Mio. Franken) bezahlt. Unter Berufung auf Analysten der US-Bank Morgan Stanley schreibt WSJ, der UBS könnte eine Strafe von rund 250 Mio. Franken bevorstehen.

Die UBS kommentierte den Bericht des WSJ am Donnerstag auf Anfrage nicht. (sda)

  • Quelle: sda
  • Datum: 09.08.2012, 11:26 Uhr
  • Webcode: 2560156
 
 

Gastbeitrag
The content of this field is kept private and will not be shown publicly.

  • Web page addresses and e-mail addresses turn into links automatically.
  • Allowed HTML tags: <p> <a> <em> <strong> <cite> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd>
  • Lines and paragraphs break automatically.
  • Each email address will be obfuscated in a human readable fashion or (if JavaScript is enabled) replaced with a spamproof clickable link.

More information about formatting options

Code:*
CAPTCHA
Enter your dog's name:
Speichern Vorschau
Sie erklären sich damit einverstanden, unseren Service weder für illegale Zwecke, noch zur Übermittlung von gesetzeswidrigen, belästigenden, beleidigenden, die Privatsphäre anderer verletzenden, missbräuchlichen, bedrohlichen, schädlichen, vulgären, obszönen, verleumderischen, zu beanstandenden oder anderweitig verwerflichen Inhalten oder von Material, welches das geistige Eigentum oder andere Rechte einer Person verletzt oder verletzen könnte, zu benützen. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden
Ihre Meinung ist uns wichtig!

Was halten Sie von diesem Artikel? Schreiben Sie in einem Kommentar Ihre Meinung dazu!

neuen Kommentar schreiben...
 

Freitag, 22.05.2015 18:31 Uhr | 0 Kommentare

Standard & Poor's hat das Kreditrating für die Schweiz mit «AAA/A-1+» und Ausblick «stabil» bestätigt. Die Schweiz habe eine prosperierende, wettbewerbsfähige und diversifizierte Wirtschaft sowie eine stabile Regierung.

mehr...

Freitag, 22.05.2015 18:00 Uhr | 0 Kommentare

Somedia hat im Geschäftsjahr 2014 bei konstantem Umsatz den Jahresgewinn verdreifacht. Das Jahr stand ganz im Zeichen der neuen Markenführung und des Einzugs ins neue Medienhaus in Chur.

mehr...

Freitag, 22.05.2015 16:01 Uhr | 0 Kommentare

Die Fluggesellschaft Swiss führt in ein neues Preissystem ein. Kunden in der Economy-Klasse können künftig auf Europaflügen zwischen drei Tarifoptionen wählen. Beim günstigsten Tarif namens «Light» kosten Gepäckaufgabe und Sitzplatzreservation extra.

mehr...

Freitag, 22.05.2015 15:38 Uhr | 0 Kommentare

Mit dem heutigen Tag öffnet sich beim Schliesstechnikkonzern Kaba eine neue Tür: Die Aktionäre haben an der ausserordentlichen Generalversammlung grünes Licht gegeben für den Zusammenschluss mit der deutschen Dorma.

mehr...

Freitag, 22.05.2015 13:42 Uhr | 0 Kommentare

In den ersten drei Monaten dieses Jahres ist das Bruttoinlandprodukt in Deutschland nur um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal gewachsen, wie das Statistische Bundesamt am Freitag seine vorläufigen Ergebnisse von Mitte Mai bestätigte.

mehr...

Alle Artikel

Community

Multimedia

Top-Deals

ARVAC Vakuumiergerät für Haushalt und Hobby, inkl. 100 Beutel im Format 20x30 cm
CHF 73.-
CHF 146.-
mehr
Lernen Sie Pole Dance ganz einfach zu Hause! Pole Dance-Stange
CHF 184.-
CHF 369.-
mehr
Farbenfroher Blütenzauber im Frühsommer, Einkaufsgutschein für das Blumenfachgeschäft Joos in Chur
CHF 40.-
CHF 80.-
mehr
Somedia Production