Steinbruch-Streit in Vals nimmt kein Ende

Geht es nach dem Valser Gemeinderat, soll im umstrittenen Steinbruch Carlag kein Abbau möglich sein. Die Gegenseite nimmt das nicht kampflos hin.

Der Steinbruch Carlag der Firma Valser Naturstein AG liegt unmittelbar über bewohntem Gebiet.

Vals. – Der Vorstand der Gemeinde Vals hat das Baugesuch der Firma Valser Naturstein AG für den Material abbau im Steinbruch Carlag abgelehnt. Damit würde der vom Bundesgericht im Juli 2010 verfügte Abbaustopp im dorfnahen Steinbruch zu einem Definitivum.

Allerdings hat Carlag-Besitzer Josef Berni beim Verwaltungsgericht bereits eine dring liche Einsprache gegen den Beschluss des Gemeinderats eingereicht. Damit ist schon sicher, dass der Streit um den Valser Steinbruch in eine weitere juristische Runde geht.

Gefahr für den Lebensnerv

Die Ablehnung des Baugesuchs begründet der Gemeinderat von Vals – Gemeindepräsidentin Margrit Walker-Tönz war im Ausstand; sie wohnt selber unterhalb von Carlag – in erster Linie mit den Emissionen des Steinbruchs.

Der Betrieb sei mit «erheb lichen negativen Auswirkungen auf die angrenzenden Wohnsiedlungen» verbunden. Damit sei er auch eine Gefahr für den Lebensnerv des Dorfes, den Tourismus. (jfp)

  • Quelle: suedostschweiz.ch
  • Datum: 16.06.2011, 06:30 Uhr
  • Webcode: 1212419

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