Staatshilfe für italienische Traditionsbank

Die italienische Zentralbank will der unter Druck geratenen Traditionsbank Monte dei Paschi di Siena (BMPS) unter die Arme greifen. Die Notenbank stimmte nach eigenen Angaben am Samstagabend dem Antrag des Kreditinstituts auf Staatshilfe von 3,9 Mrd. Euro zu.

Schaute er nicht genau genug hin: Mario Draghi war 2008 und 2009 Notenbankchef .

Bild: Keystone

Fenster einer Filiale der italienischen Traditionsbank in Mailand.

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Rom. – Italiens älteste Bank ist durch verlustträchtige Derivate- und andere Handelsgeschäfte in Bedrängnis gekommen und stellt damit auch die Arbeit der Bankenaufsicht in Frage. Bis heute ist unklar, wie die hochriskanten Geschäfte so lange den Regulierungsbehörden verborgen bleiben konnten.

Im italienischen Wahlkampf spielt Monte dei Paschi deswegen nun eine zentrale Rolle. Zur Zeit der riskanten Geschäfte in den Jahren 2008 und 2009 leitete der heutige EZB-Präsident Mario Draghi Italiens Notenbank.

Die Zentralbank äusserte sich bisher nicht zu den Vorwürfen, dass sie bei der Aufsicht Fehler gemacht habe. Italiens drittgrösste Bank gab diese Woche bekannt, dass sie bei Derivate- und anderen Handelsgeschäften rund 720 Mio. Euro verloren haben könnte.

Monte dei Paschi hält italienische Staatsanleihen mit einem Volumen von 24 Mrd. Euro und wollte sich mit Derivate-Geschäften gegen Zinsschwankungen absichern. Monte Paschi war als einzige Bank Italiens bei einem europäischen Stresstest durchgefallen und hatte danach Staatshilfen in Höhe von 1,9 Mrd. Euro erhalten. (sda)

  • Quelle: sda
  • Datum: 27.01.2013, 13:49 Uhr
  • Webcode: 2772744
 
 

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