Olympische Spiele: Ringier auf Sponsorensuche für Graubünden

Eine Jointventure von Ringier und Infront ist auf Sponsorensuche für die Kandidatur Graubünden 2022. Mit dem Geld soll rund ein Viertel der Kandidaturkosten gedeckt werden. Weshalb sich Ringier engagiert, verrät CEO Marc Walder im Interview mit dem «Bündner Tagblatt».

Ringier-CEO Marc Walder sagt im Interview, weshalb Ringier und Infront auf Sponsorensuche für die Kandidatur Graubünden 2022 sind.

Davos/St. Moritz/Zürich. – Für die Olympia-Kandidatur Graubünden 2022 werden 60 Millionen Franken benötigt. Der Bund wird sich mit 30 Millionen Franken beteiligen, von den beiden grössten Standortgemeinden der Kandidatur werden fünf (St. Moritz) und zwei Millionen Franken (Davos) erwartet und vom Kanton acht Millionen Franken.

15 Millionen Franken, also ein Viertel, sollen Sponsoren beisteuern. Die Suche dieser Sponsoren übernimmt die Firma Infront Ringier, die je zur Hälfte der weltweit tätigen Sportmarketingfirma Infront Sports & Media (Zug) und dem Medienhaus Ringier («Blick», «Schweizer Illustrierte») gehört.

Eine grundsätzliche Überzeugung

Infront Ringier hat den entsprechenden Auftrag von Swiss Olympic erhalten. Marc Walder, CEO von Ringier und Vizepräsident des Verwaltungsrats von Infront Ringier, ist zuversichtlich, das benötigte Geld zusammenzubringen. Der Medienkonzern Ringier, der allein in der Schweiz jährlich 650 Millionen Franken umsetzt, mache damit aber kein grosses Geschäft, wie Walder im Interview mit dem «Bündner Tagblatt» betonte. Vielmehr stecke eine grundsätzliche Überzeugung dahinter.

Doch lohnt sich das Olympia-Engagement generell angesichts der schwierigen Ausgangslage beim Internationalen Olympischen Komitee? Walder bejaht die Frage gleich doppelt: «Erstens sind die Chancen durchaus intakt und zweitens ist allein schon die Tatsache, für Jahre ein Kandidat zu sein, von grossem Wert.» Aber weshalb braucht es überhaupt Graubünden 2022 und weshalb hat diese Kandidatur eine Chance? Im Interview entpuppt sich Walder als grosser Graubünden-Fan. Stellung bezieht Walder auch zur Frage der journalistischen Unabhängigkeit seiner Medien. (so)

  • Quelle: suedostschweiz.ch
  • Datum: 16.11.2012, 07:30 Uhr
  • Webcode: 2706443
 
 

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