Metropolitankonferenz will bei Bahnprojekten mehr mitreden

Die Metropolitankonferenz Zürich drängt darauf, dass mindestens ein Bahnprojekt aus ihrem Einzugsgebiet in die Vorlage zur Finanzierung und zum Ausbau der Bahninfrastruktur (FABI) aufgenommen wird. Zudem sollen die Kantone bei der Planung stärker mitwirken können.

Dem Verein Metropolitanraum Zürich gehören acht Kantone und 110 Städte und Gemeinden an.

Zürich. – Die FABI-Botschaft sei ein wichtiger Schritt zum unerlässlichen Ausbau der schweizerischen Bahninfrastruktur, schreibt die Metropolitankonferenz in einer Mitteilung. Es bestehe jedoch Nachbesserungsbedarf. Der Bundesrat sieht in einem ersten Ausbauschritt bis 2015 Investitionen von 3,5 Milliarden Franken vor. Darin ist jedoch keines der von der Metropolitankonferenz Zürich geforderten Schlüsselinfrastrukturprojekte enthalten.

Zu diesen Schlüsselprojekten zählt die Metropolitankonferenz den Brüttenertunnel, den Zimmerberg- und den Heiternbergbasistunnel sowie den Ausbau des Bahnhofs Stadelhofen. Eines oder mehrere dieser Projekt müssten im ersten oder zweiten Ausbauschritt realisiert werden.

Grossraum Zürich organisieren

Zudem fordert die Konferenz in ihrer Stellungnahme zur FABI-Vorlage verbindlichere Planungskompetenzen der Kantone. Diese müssten auch in Zukunft den Regionalverkehr mitgestalten und mitfinanzieren. Zudem seien sie neu im Fernverkehr für die Publikumsanlagen verantwortlich. Entsprechend müsse ihnen eine starke Mitwirkung bei der Planung zugesichert werden.

Ausserdem fordert die Metropolitankonferenz, dass der Grossraum Zürich als Planungsregion organisiert wird. Immerhin werde ein Drittel der Regionalverkehrsleistung in diesem Raum bestellt.

Dem Verein Metropolitanraum Zürich gehören die Kantone Aargau, Luzern, Schaffhausen, Schwyz, St. Gallen, Thurgau, Zug und Zürich sowie 110 Städte und Gemeinden an. Darunter auch die Gemeinden Eschenbach, Goldingen, Kaltbrunn, Rapperswil-Jona, Schänis und Uznach. Die Kantone Graubünden und Glarus sind assoziierte Mitglieder der Metropolitankonferenz. Sie arbeiten in Bereichen Verkehr, Lebensraum, Wirtschaft und Gesellschaft zusammen und betreiben gemeinsame Lobbyarbeit auf Bundesebene. (sda)

  • Quelle: suedostschweiz.ch
  • Datum: 22.02.2012, 11:00 Uhr
  • Webcode: 1361557

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