Klausner Holz hat die 20 Millionen Franken für die Emser Sägerei nun vollständig bezahlt

Die deutsche Klausner Holz Thüringen GmbH hat die ersteigerte Sägereinanlage in Domat/Ems restlos bezahlt. Die Anlagen müssen innert sechs Monaten abgebaut und wegtransportiert werden. Wohin ist noch unklar.

Blick auf das Werkareal in Domat/Ems.

Bild: Archiv

Die Sägereianlagen in Domat/Ems werden abgebaut.

Bild: Nadja Simmen

Domat/Ems. – Die Konkursverwaltung des Kreises Imboden hat nach einer Anzahlung den Restbetrag für das ersteigerte Grosssägewerk ohne Gebäude in Domat/Ems überwiesen bekommen. Damit ist das Werk für 20,05 Millionen Franken verkauft worden.

Die deutsche Klausner Holz Thüringen GmbH hat das Grosssägewerk am 27. Juni ersteigert. Nach einer 8,5-Millionen-Franken-Anzahlung vom 1. Juli beantragte die Firma für die Restzahlung eine Nachfrist. Das Konkursamt gewährte eine solche bis am 14. Juli. Laut einer Mitteilung des Konkursamtes sind gestern die restlichen 11,55 Millionen Franken inklusive 5,0 Prozent Verzugszinsen überwiesen worden.

Spätestens Ende Januar ist alles weg

Aufgrund der vollständigen Zahlung hat die Konkursverwaltung heute die Freihandverkaufsverfügung erlassen. Gegen diese kann innert zehn Tagen Beschwerde erhoben werden. Nach Ablauf dieser Frist geht die Sägereianlage ins Eigentum der Klausner Holz über.

In der Folge hat der neue Besitzer einen Abbauplan vorzulegen. Dieser und der Abtransport müssen spätestens sechs Monate nach Rechtskraft der Freihandverkaufsverfügung abgeschlossen sein, heisst es in der Mitteilung weiter. Wo die Anlagen hin transportiert und wo sie aufgebaut werden, sagt der neue Besitzer noch nicht.

Kurze Werk-Geschichte geht zu Ende

Was mit dem Areal der einst grössten Sägerei der Schweiz geschieht, ist noch unklar. Das Land ist im Besitz der Bürgergemeinde von Domat/Ems. Am 22. September steht die Versteigerung des Baurechts von 270 000 Quadratmetern an.

Die Sägerei war 2007 von der Firma Stallinger Holzbau in Betrieb genommen worden. Der Kanton Graubünden forcierte die Ansiedlung mit 7,5 Millionen Franken Investitionsbeitrag, einem Darlehen von 10,0 Millionen Franken sowie Steuererleichterungen. 2009 übernahm Mayr-Melnhof das Werk. Im November wurden die Probleme des Unternehmens bekannt. Die Besitzer, die Gläubiger und der Kanton Graubünden wollten die Sägerei sanieren. Der Plan scheiterte, weil das Bündner Parlament einen 6,75-Millionen-Franken-Kredit an ein Pelletswerk ablehnte. Mayr-Melnhof liess die Grosssägerei Mitte Dezember in den Konkurs gehen. (so)

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  • Quelle: suedostschweiz.ch
  • Datum: 13.07.2011, 09:56 Uhr
  • Webcode: 1230133

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