Um die Therme Vals wird weiter gekämpft. Architekt Peter Zumthor und der Churer Immobilienunternehmer Remo Stoffel überarbeiteten ihre Angebote, weshalb nicht wie geplant am kommenden Freitag über den Verkauf der Hotel und Thermalbad AG entschieden wird.
Vals. – Die Gemeindeversammlung wurde auf den 9. März verschoben, wie Gemeindepräsidentin Margrith Walkter-Tönz am Mittwoch mitteilte. Die erst vor kurzem bei der Gemeinde eingegangenen angepassten Offerten wiesen in einzelnen Punkten erhebliche Differenzen gegenüber den ursprünglichen Angeboten auf.
Laut der Gemeindepräsidentin ist die Zeit zu knapp, um die nachgebesserten Offerten zu vergleichen und die Stimmberechtigten transparent darüber zu informieren. Aufgrund der ursprünglichen Offerten hatte der Gemeinderat das Angebot von Architekt Peter Zumthor, dem Schöpfer der Therme, zur Annahme empfohlen.
Gemeinde fehlt das nötige Geld
Zumthors Gegenspieler ist der Churer Immobilienunternehmer Remo Stoffel. Beide Interessenten wollen die Aktien der Gesellschaft übernehmen und rund 50 Millionen Franken in den Neubau eines Hotels investieren. Die Gemeinde hat nicht das Geld für die nötigen Investitionen, weshalb Therme und Hotel verkauft werden sollen.
Zumthor machte das Bad in Vals als Bau mit aussergewöhnlich hoher architektonischer Qualität bekannt. Die 1996 eröffnete Therme aus Valser Quarzit wurde schon zwei Jahre später von der Bündner Regierung unter Denkmalschutz gestellt. (sda)
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