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Für ihr Neubauprojekt erhält die Davoser Molkerei nun auch eine stattliche Finanzhilfe von der Gemeinde Davos. Bewilligt wurden 300 000 Franken. Das Geld stammt aus dem Ertrag der Handänderungssteuer und ist ein A-fonds-perdu-Beitrag.
Davos. – Die Davos Destinations-Organisation hat der Molkerei Davos für ihr Neubauprojekt bereits einen A-fonds-perdu-Beitrag von 100 000 Franken zugesichert. Jetzt engagiert sich zusätzlich auch noch die Gemeinde Davos finanziell.
Wie Landammann Hans Peter Michel auf Anfrage sagte, hat der Kleine Landrat auf ein Gesuch der Molkerei-Genossenschaft hin die Summe von 300 000 Franken bewilligt. Man sei der Meinung, dass dieser Betrag «angemessen ist», erklärte Michel.
In Abhängigkeit vom Kanton
Ermöglicht wird dieser Geldsegen für die Davoser Molkerei durch das Davoser Landschaftsgesetz über Gemeindebeiträge an Meliorationen. Darin ist festgehalten, dass die Gemeinde in Ergänzung zu Kantonsbeiträgen an Meliorationen ebenfalls Zuschüsse leistet. «Die Molkerei hat eigentlich einen Rechtsanspruch darauf, das haben wir abgeklärt.
Wenn der Kanton Graubünden Gelder zahlt, dann sind wir auch dazu verpflichtet. Deshalb haben wir den Entscheid gefällt», so Michel. Die Kompetenz für diese Beitragszahlung lag in den Händen des Davoser Kleinen Landrats.
Gemäss dem Davoser Landschaftsgesetz werden Gemeindebeiträge an Meliorationen im Rahmen des Budgets durch den Fonds für öffentliche und private Werke finanziert. Gespiesen wird dieser Fonds durch Einnahmen aus der Handänderungssteuer. In dem Topf befanden sich gemäss Raich per Ende 2011 rund 12,5 Millionen Franken. Weil die 300 000 Franken erst noch ins Budget 2013 aufgenommen werden müssen, erfolgt die Auszahlung dieser A-fonds-perdu-Gelder an die Molkerei im nächsten Jahr.
«Es freut mich gewaltig»
«Das ist ein sehr schönes Zeichen. Es freut mich gewaltig», kommentierte Kaspar Hoffmann, Verwaltungsratspräsident der Molkerei Davos, auf Anfrage die finanzielle Unterstützung der Gemeinde Davos. Aktuell wird nach wie vor an den Finanzierungsdetails für den Neubau gefeilt.
Dass noch nicht wie ursprünglich geplant längst mit dem Bau begonnen werden konnte, liegt daran, dass sich die Gesamtkosten für das Projekt nach den Offertöffnungen im letzten Mai auf 12,8 Millionen Franken beliefen. Die Molkerei-Genossenschaft hat sich für den Neubau aber eine Budgetvorgabe von 11,5 Millionen Franken gesetzt. (béz)
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