Direkt zum Inhalt

Fehler beim Login!

Sie haben keine Rechte für diese Ausgabe

Reto Crameri: «Die neue Buchungsplattform ist ein Nischenprodukt»

Auf einer neuen Online-Plattform von Schweiz Tourismus können Maiensässe und Alphütten gebucht werden. Grossrat Reto Crameri sieht in dem Angebot ein Nischenprodukt, das sich aber durchaus positiv auf den Bündner Tourismus auswirken könne.

CVP-Grossrat Reto Crameri sieht die neue Online-Plattform in einem positiven Licht. Archivbild

Am Donnerstag hat Schweiz Tourismus bekannt gegeben, dass auf einer neuen Online-Plattform Maiensässe und Alphütten gebucht werden können. Ganz nach dem Vorbild von Airbnb. Auch Bündner Maiensässe sind auf der Webseite zu finden.

CVP-Grossrat Reto Crameri setzt sich für die Umnutzung von zerfallenden Maiensässen und Bergställen im Kanton ein. Mit einer Standesinitiative kämpft er für sein Anliegen.

Dass dieses Anliegen für die Umnutzung von Maiensäss-Ställen von der Lancierung der neuen Plattform profitiert, bezweifelt er: «Das ist eher ein Nischenprodukt und wird wohl auch ein Nischenprodukt bleiben. Deshalb wird es auf unsere Standesinitiative und dessen Umsetzung keine grossen Auswirkungen haben.»

Vorteile für den ganzen Kanton

Der Bündner Grossrat erklärt, dass man mit dem Umbau von Maiensässen Wertschöpfung und Vorteile für den ganzen Kanton generieren möchte und dazu werde auch das airbnb-ähnliche Angebot beitragen. Wer in den Bündner Tälern Ferien mache, der konsumiere auch in der Region und nutze die regionalen, touristischen Infrastrukturen. Daraus entstehe ein Mehrwert für den ganzen Kanton und für die Tourismusbranche.

Crameri rechnet aber nicht damit, dass durch die Plattform nun massenhaft mehr Touristen nach Graubünden strömen werden. Wer seine Ferien auf dem Maiensäss verbringe, der sei eine spezielle Art von Mensch, der stark mit der Natur verbunden sei und die Abgelegenheit der meist kleinen Hütten schätze.

Keine Konkurrenz für Hotels

Deshalb sieht er in der Vermietung von Berghütten auch keine Gefahr für die Hotels der Region «Die Menschen, die das Angebot der Online-Plattform nutzen werden, sind eine andere Art von Gästen als solche, die in Hotels übernachten. Gerade für den Wintertourismus sehe ich keine Konkurrenz für Hotels», sagt der CVP-Grossrat. Und auch für den Sommertourismus wird die Plattform laut Crameri keinen negativen Einfluss haben. Im Gegenteil, sie könne zusätzliche Gäste in den Kanton locken, die ihren Urlaub ansonsten im Ausland verbracht hätten.

Ihre Meinung zum Thema

Plain text

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.
  • Web page addresses and email addresses turn into links automatically.
Image CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
Sie erklären sich damit einverstanden, unseren Service weder für illegale Zwecke, noch zur Übermittlung von gesetzeswidrigen, belästigenden, beleidigenden, die Privatsphäre anderer verletzenden, missbräuchlichen, bedrohlichen, schädlichen, vulgären, obszönen, verleumderischen, zu beanstandenden oder anderweitig verwerflichen Inhalten oder von Material, welches das geistige Eigentum oder andere Rechte einer Person verletzt oder verletzen könnte, zu benützen. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

Wolfgang Reuss

Fr 21.04.2017 - 14:41

Grossrat und Standesinitiativist Reto Crameri findet seine anvisierten Produkte und die der neuen Plattform (von Schweiz Tourismus) "Nischenprodukte". Weiter schreibt die SO: "Und auch für den Sommertourismus wird die Plattform laut Crameri keinen negativen Einfluss haben. Im Gegenteil, sie könne zusätzliche Gäste in den Kanton locken, die ihren Urlaub ansonsten im Ausland verbracht hätten."
Argumentative Gratwanderung? Einerseits solle es GR wenig bringen, weil die Hotels nicht konkurrenziert werden sollen, andererseits muss es viel bringen, weil das doch für Graubünden eine so wichtige Standesinitiative sei?
Ich finde, die "Heuschober-Bruchhaufen zu Bauland an allerbester Lage vergolden" nützt GR nichts, sogar Minus, weil es die grossdebattierte "Ruhe und Natur" konterkarieren würde. Stattdessen sollten Hotels (also dort wo bereits baulich "verdichtet" ist) die Gäste (und Erstwohnungenbewohner) mit neu geschaffener (Mehrwert) "Ruhe und Natur" bedienen.
Bezeichnenderweise sind noch nicht mal auf der neuen Plattform von Schweiz Tourismus die USP-Titelkriterien "Ruhe und Natur" definiert und schon gar nicht garantiert (obwohl Kundschaft heute sogar bei weniger bedeutsamen Produkten eine Garantie von Anbieter bekommt).

Weitere Artikel zum Thema