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Stoffels Auftritt erntet Kritik

Als der Bündner Investor Remo Stoffel die Therme in Vals übernommen hatte, soll es stille Reserven gegeben haben. In der SRF-Sendung «Rundschau» vom Mittwochabend nahm Stoffel Stellung und erntet in den sozialen Medien Kritik dafür.

 

Moderatorin Susanne Wille hat vor der Sendung die Werbetrommel gerührt. Screenshot Twitter

Schwere Vorwürfe am Mittwochabend in der Sendung «Rundschau» des Schweizer Fernsehens. Zum Zeitpunkt der Übernahme der Therme sollen stille Reserven in Millionenhöhe vorhanden gewesen sein - die nun Remo Stoffel gehören sollen. Die vormalige Besitzerin der Therme, die Gemeinde Vals, soll beim Verkauf nichts von diesen Rückstellungen, welche in der Bilanz nicht ersichtlich sind, gewusst haben.

Stoffel will von den Reserven nichts wissen, wie er im Interview mit «Rundschau»-Moderatorin Susanne Wille erklärte.

Das Interview in Kürze
Als Erstes will Susanne Wille von Stoffel wissen, ob er von den stillen Reserven gewusst habe. Ihm gehe es gleich wie seinen Kritikern, antwortete Stoffel. «Auch ich bin auf der Suche nach diesen Reserven und wüsste sehr gerne, wo diese sind.» Fakt sei, dass er in den letzten drei Jahren einen stattlichen zweistelligen Millionenbetrag in den Investitionsstau habe investieren müssen und er denke, das sei das Einzige, was relevant sei. Wille wirft Stoffel dann vor, er habe ganz genau gewusst, was für ein wertvolles Bijou die Therme sei und was er da kaufe. «Es gibt immer einen Marktwert», antwortete Stoffel. «Das Objekt wird zum Verkauf ausgeschrieben, und jemand kauft es.» Man könne das mit dem Verkauf eines Occasionsautos vergleichen. Der Wagen stehe jahrelang auf einem Parkplatz, keiner wolle ihn. «Der Garagist verkauft ihn schliesslich mir und dann springt mir vier Jahre später Frau Wille nach und sagt, es gebe da noch ein Reserverad im Kofferraum, stille Reserve.» Wille entgegnet, nicht sie springe Stoffel hinterher, sondern die Gegner. Experten würden die stille Reserve auf 15 Millionen Franken schätzen. Die Valser würden dieses Geld zurückfordern. Wille will wissen, ob Stoffel bereit sei, das Geld den Valsern zurückzuzahlen? Stoffel: «Wenn diese Experten so gescheit sind und alles so genau wissen, dann hätten sie ja ein Angebot gemacht.» Man habe ja jahrelang Zeit gehabt, die Therme zu kaufen. «Entscheidend ist doch, dass jemand investiert, dass es weitergeht und wir eine Zukunft haben.»

Für sein Auftreten und seine Antworten im Interview erhält Stoffel einige Kritik im Netz, wie die folgenden Tweets zeigen.

Es gibt aber auch jene, welche kein Mitleid mit den angeblich geprellten Valsern haben:

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Wolfgang Reuss

Do 10.03.2016 - 15:43

Zu den "angemahnten" geschätzten 15 Millionen "stillen Reserven" sagt Stoffel auf mehrfache Nachfrage nichts! Obwohl die Millionen offenbar "via Geheimknebelvertrag" (der nur Sinn macht, wenn Stoffel weiss, dass es etwas zu verheimlichen gibt) an der Stimmbevölkerung vorbeigezirkelt wurden.
"Vielsagend"? Stoffels Hinweis auf das poplige Reserverad im Kofferraum dürfte als Ablenkung und "Angriff ist die beste Verteidigung" durchschaut werden.

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