Sylvan Albert forscht in Graubünden

Für Sylvan Albert ist die grösste Herausforderung, die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Rehabilitationsteam. Diese erfordere viel Kommunikation, Organisation und eine gemeinsame Zielsetzung, sagt der 39-Jährige.

Sylvan Albert bei der Beurteilung von Ultraschallbildern eines Patienten.

Bild: Klinik Valens

Mit Sylvan Albert sprach Erich Schneider*

Herr Albert, was interessiert Sie an Ihrem Forschungsthema?
Sylvan Albert: Der Hirnschlag ist die wichtigste Ursache für eine Langzeitbehinderung im Erwachsenenalter, besonders im höheren Lebensalter. Trotz Verbesserungen in der Akutbehandlung benötigt ein Grossteil der Hirnschlagpatienten weiterhin stationäre oder ambulante Rehabilitations-Massnahmen. Im Zentrum meiner Forschung stehen die Verbesserungsmöglichkeiten der Behandlung, damit Betroffene ein hohes Mass an Selbstständigkeit erreichen können, möglichst in ihre angestammte Umgebung zurückkehren und am privaten und beruflichen Leben teilnehmen können. Die verschiedenen Faktoren müssen auf den Betroffenen abgestimmt sein. Besonders spannend ist auch die praktische Umsetzung mit verschiedenen therapeutischen Elementen.

Welches ist Ihre grösste Herausforderung?
Die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Rehabilitationsteam erfordert viel Kommunikation, Organisation und eine gemeinsame Zielsetzung; jeder im Team ist für den Erfolg wichtig. Zugleich macht diese Zusammenarbeit unter ärztlicher Leitung auch grossen Spass. Teamarbeit und auf den Patienten abgestimmte therapeutische und medizinische Massnahmen sind der Schlüssel zu einer erfolgreichen Neurorehabilitation.

Was gefällt Ihnen an Graubünden besonders?
Die fantastische, vielseitige und häufig naturbelassene Landschaft, sehr gute Möglichkeiten für Aktivitäten draussen und der sympathische Bündner Dialekt.

Bleibt Ihnen noch Freizeit?
Zum Glück ja, denn Aktivitäten in der Natur sind meiner Frau und mir genauso wichtig wie regelmässige Kontakte zu Freunden und Familie.

Haben Sie Pläne für die Zukunft?
Wir möchten in Zukunft bestimmte Techniken zur Verstärkung des Effekts der Neurorehabilitation noch näher untersuchen.

* Professor Dr. Erich Schneider ist der Geschäftsführer der Academia Raetica, der Dachorganisation für universitäre Forschung und Lehre in der Region Graubünden.

Die Broschüren «Forschung in Graubünden» mit den bisher erschienenen Artikeln können hier heruntergeladen oder bestellt werden.

  • Quelle: suedostschweiz.ch
  • Datum: 21.02.2012, 22:03 Uhr
  • Webcode: 1360659

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