Als erste Region Graubündens bietet die Surselva einen sogenannten Palliativen Brückendienst an. Mit diesem Angebot soll das Leiden schwer kranker und sterbender Menschen gelindert werden, damit sie in Würde leben und sterben können.
Ilanz. – Wie Vertreter der Regiun Surselva gestern Abend vor den Medien ausführten, verfolgt das Pilotprojekt Palliativer Brückendienst Surselva drei Ziele: Erstens sollen bei unheilbar kranken oder sterbenden Menschen belastende Symptome gelindert werden, damit eine bestmögliche Lebensqualität erhalten werden kann. Zweitens sollen die Betroffenen am gewünschten Ort (zum Beispiel zu Hause) leben und sterben können. Und drittens strebt das Projektteam eine enge und kollegiale Zusammenarbeit mit der Spitex, den Hausärzten und anderen involvierten Diensten an.
Noch kein vergleichbares Angebot
Gestartet wurde das Projekt Palliativer Brückendienst bereits am 1. Juli dieses Jahres. Während der zweijährigen Pilotphase gilt es vor allem auch, Erfahrungen zu sammeln. Nicht ohne Grund. Denn wie der Ilanzer Hausarzt Hansueli Fuchs gestern Abend ausführte, gibt es bisher im ganzen Kanton noch kein vergleichbares Angebot.
Spital und Spitex mit Kernaufgaben
In das Projekt involviert sind primär das Regionalspital Surselva und die Spitex Foppa. Das Spital stellt das Fachpersonal zur Verfügung und hat einen operationellen Leistungsauftrag. Die ebenfalls in Ilanz beheimatete Spitex Foppa ist als Geschäftsstelle für die Administration des Palliativen Brückendienstes verantwortlich.
Trägerin des Projektes ist der öffentlich-rechtliche Regionalverband Regiun Surselva. Dieser steuert für die ersten beiden Betriebsjahre maximal 48'000 Franken bei. Die Krebsliga Graubünden beteiligt sich mit dem gleichen Betrag am Pilotprojekt. (pica)
Mehr in der «Südostschweiz» vom Mittwoch.
26.09.2011 14:44 Uhr
Leserbrief in Südostschweiz und Bündner Tagblatt
Artikel Surselva spielt bei Palliative Care eine Pionierrolle
Grundsätzlich begrüssen wir den Palliativdienst in der Surselva. Wir möchten aber richtigstellen, dass die Pionierrolle der Verein TECUM-Begleitung Schwerkranker und Sterbender bereits im Jahre 2000 geleistet hat. Wir begleiten Schwerkranke und Sterbende bereits seit 11 Jahren zu Hause, im Altersheim oder im Spital.
Mehr erfahren Sie unter www.tecum-graubuenden.ch
Astrid Hoppeler Geschäftsführerin